Fünf Verdächtige nach Böller-Explosion

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© APA Symbolbild

Überlebender Bruder soll 31-jährigem Drahtzieher geholfen haben .

Nach der Explosion einer illegalen Böller-Werkstatt im vergangenen Spätherbst im oststeirischen Kapfenstein, bei der zwei Männer ums Leben kamen, sind die Ermittlungen noch immer nicht abgeschlossen. Mittlerweile werden die Erhebungen gegen fünf Beschuldigte geführt, bestätigte die Staatsanwaltschaft Graz am Freitag einen Bericht der "Kleinen Zeitung".

Demnach soll ein 31-jähriger Oststeirer die Fäden der Feuerkörper-Produktion gezogen haben. Er dürfte bereits 2012 in seinem Haus damit begonnen haben, die beiden Brüder aus Kapfenstein (Bezirk Südoststeiermark) hatten ihm dabei geholfen. Nachdem der 31-Jährige immer mehr Böller baute und sein Haus zu klein wurde, verlagerte er die Produktion offenbar auf das Anwesen der Brüder, wobei der 34-Jährige und ein 22-jähriger Freund aktiv an der Herstellung beteiligt gewesen sein sollen.

Welche Menge produziert wurde, konnte bisher nicht festgestellt werden, aber sie sollen "tonnenweise" Mittel zum Zusammenbauen gekauft haben. Rund 6.000 bereits fertige Feuerwerkskörper waren im November am Anwesen in Kapfenstein entdeckt worden. Der 29-jährige Bruder und der Vater des 34-Jährigen waren bei der Explosion der Werkstatt ums Leben gekommen.

Laut Staatsanwaltschaft werden nun gegen den 31-Jährigen, den 34-jährigen überlebenden Bruder und dessen 22-jährigen Freund die Ermittlungen wegen Gemeingefährdung geführt. Dazu kommen auch noch zwei Männer aus der Südsteiermark - Vater und Sohn -, die Abnehmer gewesen sein sollen. Laut Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz war der Abschlussbericht der Ermittler am 16. Juni eingelangt, nun befinde sich der Akt in der "Enderledigung": "Es wird die Entscheidung getroffen, ob und gegen wen Anklage erhoben wird."

erstellt am 03. Juli 2015, 12:25

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