Flüchtling ins Gesicht geschossen

Flüchtling ins Gesicht geschossen © Privat
Flüchtling ins Gesicht geschossen ©

Flüchtling wurde Opfer eines bewaffneten Überfalls mit einer Gaspistole.

Eine Viertelstunde vor der Attacke, um etwa 22 Uhr, hatte sich eine freiwillige Helferin beim Kleidersortieren im Radstadion noch von Yassine T. verabschiedet. Wenige Stunden später erhielt die Frau über Facebook die schrecklichen Bilder des gebürtigen Tunesiers. Ihr Schützling war Opfer eines Überfalls am Hotspot Prater­stern geworden. Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen (siehe Kasten).

Zwei junge Männer
 schossen ihm ins Gesicht
Seit sechs Monaten lebt Yassine schon in Wien. Der gebürtige Tunesier suchte in Österreich um politisches Asyl an. Mittlerweile spricht er schon ein bisschen Deutsch. Am Wochenende wollte er aus der tristen Unterbringung im Massenquartier raus und zu einer Musikveranstaltung ins Fluc gehen: „Plötzlich standen zwei junge Männer vor mir, hielten mir eine Waffe vors Gesicht und forderten Geld,“ erzählt Yassine. Als er ihnen auf Französisch sagte, dass er keines hätte, reagierten die deutschsprachigen Räuber brutal. Einer der Täter schoss dem Tunesier mit seiner Schreckschusspistole mitten ins Gesicht. Dann flohen sie. Yassines linkes Auge wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, das Opfer erlitt obendrein Abschürfungen.

Augen-OP
Nach der Attacke wurden dem 22-Jährigen im AKH die Augen ausgespült und seine Wunden behandelt. Ihm steht nach eigenen Angaben eine Augenoperation bevor. Yassine hofft jetzt, dass man mithilfe der Bilder aus den vielen Überwachungskameras am Praterstern die ­Täter ausforschen kann. Die Polizei bestätigt gegenüber ÖSTERREICH den Vorfall und die Ermittlungen. (lae)

erstellt am 05. Dezember 2015, 22:52

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