Bald 40.000 Flüchtlinge auf Wohnungssuche

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Obdachlosigkeit, Betrug und Mietwucher werden steigen.

Der nächste Notstand dürfte in den kommenden Monaten ausbrechen, wenn
zehntausende anerkannte Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, auf den
Wohnungsmarkt drängen. Bis Ende des Jahres wird mit bis zu 80.000
Asylwerbern in Österreich gerechnet. Zwischen 30.000 und 40.000 Personen
erhalten in nächster Zeit einen positiven Asylbescheid.

Teufelskreis für Flüchtlinge
Mietwucher und Betrug werden massiv steigen, wie orf.at am Donnerstag
berichtet. Denn ohne einen ordentlichen Wohnsitz ist es schwierig, eine Arbeit zu finden. Und ohne Job gibt es meist auch keine Wohnung, denn die Vermieter verlangen immer öfter einen Lohn- oder Gehaltszettel als Sicherheit für die Vermietung. Die Obdachlosigkeit wird mit Sicherheit steigen.

Druck auf Wohnungsmarkt wird schnell steigen

Was die Entwicklung beschleunigt: Die Dauer der Asylverfahren ist deutlich gesunken, insbesonders, was die Syrer betrifft. Die werden laut orf.at mittlerweile mehr oder minder "durchgewunken" und fallen damit aus der Grundversorgung des Bundes und müssen sich somit auch auf Wohnungssuche begeben. Am Arbeitsmarkt seien die Flüchtlinge vorerst so gut wie unvermittelbar. Dort würden sie zunächst in Deutschkurse geschickt, so orf.at. So sind die Flüchtlinge relativ lange von der Mindestsicherung von 827 Euro abhängig.

Schwarzmarkt mit horrenden Preisen
Die Leute auf dem privaten Wohnungsmarkt, vor allem in den Ballungsräumen wie Wien, unterzubringen, wird immens schwierig. Es sei selbst für Einheimische mit wenig Geld problematisch, eine leistbare Unterkunft zu finden, berichtet orf.at weiter. Viele der Syrer würden jetzt schon in Wohngemeinschaften zwischen 250 und 300 Euro pro Bett bezahlen.

erstellt am 27. August 2015, 11:11

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