Anzahl der Indoor-Plantagen steigt

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Immer mehr Steirer bauen Hanf an, doch die ÖVP streitet über Nagls Plan.

Mit deutlicher Kritik reagiert Justizminister Wolfgang Brandstetter auf den Vorstoß des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl (ÖVP). Dieser will Verwaltungsstrafen für Konsumenten oder Dealer von Cannabis einführen. Brandstetter bezeichnet das als „nicht zielführend“. Die Betroffenen würden schlechter gestellt werden, da es im Verwaltungsstrafrecht nicht die Möglichkeit der „Therapie statt Strafe“ gibt. Doch genau das sei eines der wichtigsten Ziele, wenn es darum geht, das Risikopotenzial oder eine Abhängigkeit zu verhindern, so der Minister.

Fixer Bestandteil. In der Steiermark ist der Anbau von Hanfpflanzen zum Zweck der Cannabiskraut-Erzeugung bereits fixer Bestandteil der Drogenszene, heißt es im Suchtmittelbericht 2013 (Bericht 2014 in Arbeit, Anm.). Es gibt jedoch einen Rückgang bei der Zahl der Outdoor-Anlagen zugunsten kleiner Indoor-Anlagen, die einen starken Zuwachs verzeichnen.

Cannabis ist Nr. 1. Die meisten steirischen Suchtmittelkonsumenten sind klassische Mischkonsumenten. Nach wie vor steht aber der Konsum von Cannabiskraut an erster Stelle, das vermehrt aus Eigenproduktion gewonnen wird und zumeist einen hohen THC-Gehalt hat. 80 Kilogramm wurden im Vorjahr von kleinen Dealern und Kleinstkonsumenten allein in Graz sichergestellt. In den ersten Monaten 2015 sind es bereits 40 Kilogramm. Jedes Gramm Cannabis hat einen Wert von zehn Euro.

Kriminalstatistik

1.598 Erstanfälle in der Steiermark (2012: 1.383)
477 Wiederholungstäter (2012: 432)
416 unbekannte Täter (2012: 118)
2.191 Anzeigen Marihuana
64 Anzeigen Haschisch
7 Anzeigen Cannabiskonzentrat und 45 Anzeigen Cannabispflanzen
 

erstellt am 27. August 2015, 15:17

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