Amokfahrt in Graz: Trauer ohne Ende

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© APA, Ministerin Mikl-Leitner ist in Graz

Ministerin Mikl-Leitner: "Innenstadt ist wie eine offene Wunde".

Tiefe Trauer und Entsetzen in Graz: Ein 26-jähriger Österreicher mit bosnischen Wurzeln richtete bei einer Amokfahrt im Herzen der Stadt ein Blutbad an. Es gibt mindestens drei Todesopfer, darunter ein siebenjähriger Bub, und 34 zum Teil schwer Verletzte. Sechs Opfer schwebten Samstagabend noch in Lebensgefahr.

Graz in Trauer

Graz: Eine Stadt in tiefer Trauer Graz trauert nach Amok-Fahrt
© APA
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Die Fußgängerzone Herrengasse am Samstagmittag gegen 12.20 Uhr – Tausende Passanten sind hier zum Shoppen unterwegs. Von der Hamerlinggasse kommend drückt der 26-jährige Kraftfahrer das Gaspedal voll durch. Mit mehr als 100 km/h rast er mit seinem grünen Ssangyong-Geländewagen auf Passanten zu.

Innenministerin besucht Graz
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Sonntagvormittag die Tatorte in der Grazer Innenstadt besucht, an denen der 26-jährige Amokfahrer am Samstag zu Mittag drei Menschen getötet und 34 teilweise schwer bis lebensgefährlich verletzt hatte. "Die Grazer Innenstadt ist wie eine offene Wunde", sagte Mikl-Leitner sichtlich bewegt.

Die Ministerin verharrte in Begleitung der steirischen und Grazer Polizeispitzen vor der Stadtpfarrkirche und der Bank in der Herrengasse, wo ein Kind und ein Frau ihr Leben verloren hatten, und legte zwei weiße Rosen nieder. Dann sprach die Ministerin mit Augenzeugen und einem Arzt, der wie viele andere in der Innenstadt unmittelbar nach der Amokfahrt den Opfern Erste Hilfe geleistet hatte.

Lenker den ganzen Nachmittag einvernommen
Einen Tag nach der verheerenden Amokfahrt mit drei Toten durch die Grazer Innenstadt ist der Lenker des Geländewagens am Sonntag von der Polizei einvernommen worden. Er soll sich dabei eher ausweichend verhalten haben, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Kroschl, auf APA-Anfrage mit.

Im schlechten psychischen Zustand

Am Samstag konnte der 26-Jährige nicht einmal auf die Fragen der behandelnden Ärztin antworten, sein psychischer Zustand war dazu zu schlecht. "Angeblich hat er bei seiner Festnahme von einer Messerstecherei gesprochen, dass er auf dem Weg in die Schmiedgasse (zur Polizei, Anm.) mit dem Auto jemanden angefahren habe, hielt er für möglich. Das Ausmaß war ihm aber anscheinend nicht bewusst", schilderte Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Festnahme verlief ohne Gegenwehr des Lenkers, er fuhr bereits langsam, als ihn die Beamten vor der Polizeiinspektion anhielten.

Noch kaum Informationen
Über die Befragung, die am Sonntag um 14.00 Uhr begonnen hatte, gab es bis zum Abend kaum Informationen. Der 26-Jährige konnte zwar einvernommen werden, wich aber immer wieder aus, schilderte der Staatsanwalt. Der Verdächtige sollte anschließend in die Haftanstalt Graz-Jakomini gebracht werden, wo er am Montag einem Haftrichter vorgeführt wird.

Das Protokoll des Grauens:

  • Toter auf Gehsteig. Gegen zwölf Uhr rast der 26-Jährige in der Zweiglgasse gezielt in eine Gruppe von drei Fußgängern, die auf dem Gehsteig unterwegs war. Ein 28-Jähriger stirbt, die beiden anderen werden verletzt.
  • Zweite Gruppe. Auf der Augartenbrücke über die Mur rammt er drei Fußgänger.
  • Messerangriff. In der Grazbachgasse hält der Amokläufer vor einem Supermarkt und sticht auf ein Paar ein, das aus dem Geschäft kommt Beide werden verletzt.
  • Jagd auf Radfahrer. In der Schönaugasse rammt der 26-Jähre zwei Radfahrer, in der Schlögelgasse einen weiteren.
  • Wahnsinn in der Herrengasse. Mit 100 km/h rast der Amokfahrer dann in die Herrengasse. „Er ist absichtlich auf alles losgefahren“, berichtet eine geschockte Augenzeugin. Menschen fliegen wie Puppen durch die Luft. Ein Bub (4) und eine etwa 25-Jährige Frau, deren Identität vorerst noch nicht feststand, sterben. Mit Absicht rast er in einen Schanigarten, wo acht Lokalgäste verletzt werden.
  • Wendemanöver: Der Täter kommt auf den Hauptplatz, will zuerst wieder Richtung Mur, wendet dann aber und rast in die Schmiedgasse. Dabei rammt er zwei weitere Radfahrer.
  • Festnahme. Der Amokfahrer hat nun offenbar ein Ziel. Er rast zur Polizeiinspektion in der Schmiedgasse. Dort wird er festgenommen.

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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz

Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Der Jeep
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Das Auto des Täters
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Am Ort der Amokfahrt
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Passanten
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Amokfahrt
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Blumen
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Pressekonferenz
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Versorgung von Verletzten
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Herrengasse
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Rettung im Einsatz
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Herrengasse
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Die Bilder zur Amokfahrt in Graz Die Herrengasse
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Video: Das berichten Augenzeugen

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

+++ Wir berichten hier LIVE über die aktuelle Entwicklung +++

o 22:34
Hilfsfonds für Opfer und Angehörige

Für Verletzte und Hinterbliebene wird ein Hilfsfonds eingerichtet. Er soll alle medizinischen Kosten und Begräbniskosten abdecken.

o 22:09
Interview: Mikl-Leitner besuchte den Ort der Trauer

ÖSTERREICH: Sie waren bei einem Lokalaugenschein in der Innenstadt …

Johanna Mikl-Leitner: Es ist unfassbar, was hier passiert ist. Es ist auch nicht entschuldbar. Ich bin tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen, den Opfern im Spital und ihren Angehörigen.

ÖSTERREICH: Sie haben auch in der Herrengasse mit Augenzeugen gesprochen?

Mikl-Leitner: Ich bin tief beeindruckt vom Ausmaß des Engagements und der Hilfsbereitschaft. Die Grazer haben Solidarität im Augenblick der Katastrophe gezeigt. Auch den Polizistinnen und Polizisten, allen Einsatzkräften möchte ich Danke sagen. Sie haben einen auch für sie schwierigen Einsatz gut bewältigt. Ihre Zusammenarbeit hat ebenfalls sehr gut funktioniert.

ÖSTERREICH: Wie können wir uns in Zukunft vor derartigen Ereignissen schützen?

Mikl-Leitner: Eine Gesellschaft kann sich trotz aller Bemühungen nie zu 100 Prozent vor Amokläufen schützen. Man kann sie letztlich nicht komplett verhindern. Wichtig ist, dass der Täter jetzt in Gewahrsam ist.

ÖSTERREICH: Welche Folgen hat Amokfahrt für Graz?

Mikl-Leitner: Ich fühle mit dieser Stadt, die eine Wunde erlitten hat, die nur schwer heilen wird.

o 20:08
Eine Stadt in tiefer Trauer

In Graz wird es noch lange dauern bis der Alltag wieder einkehren kann. Die Menschen stehen Schlange um ihre Trauer im Kondolenzbuch auszudrücken.

Eine Stadt in tiefer Trauer

Graz: Eine Stadt in tiefer Trauer Graz trauert nach Amok-Fahrt
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Graz: Eine Stadt in tiefer Trauer Graz trauert nach Amok-Fahrt
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o 19:02
Fahnen auf Halbmast

Ein ganzes Land trauert. Die Fahnen auf den Tribünen während des Formel 1-GP am Red Bull Ring in Spielberg waren heute Halbmast gesetzt.

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FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU

o 18:17
Neue Details über den Amok-Fahrer

Wie die Online Ausgabe der Kleinen Zeitung berichtet, soll es in der Familie des Amok-Fahrers immer wieder zu Gewalt gekommen sein. So soll der Vater von Alen R. sogar mit Steinen auf Nachbarskinder losgegangen sein. Nach Informationen der Kleinen Zeitung sind mehrere Fälle aktenkundig, die auch Anzeigen zur Folge hatten. In einem anderen Fall sollen die beiden Elternteile mit einem Messer Hunde attackiert haben.

o 18:13
Lenker den ganzen Nachmittag einvernommen

Einen Tag nach der verheerenden Amokfahrt mit drei Toten durch die Grazer Innenstadt ist der Lenker des Geländewagens am Sonntag von der Polizei einvernommen worden. Er soll sich dabei eher ausweichend verhalten haben, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Kroschl, auf APA-Anfrage mit.

Am Samstag konnte der 26-Jährige nicht einmal auf die Fragen der behandelnden Ärztin antworten, sein psychischer Zustand war dazu zu schlecht. "Angeblich hat er bei seiner Festnahme von einer Messerstecherei gesprochen, dass er auf dem Weg in die Schmiedgasse (zur Polizei, Anm.) mit dem Auto jemanden angefahren habe, hielt er für möglich. Das Ausmaß war ihm aber anscheinend nicht bewusst", schilderte Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Festnahme verlief ohne Gegenwehr des Lenkers, er fuhr bereits langsam, als ihn die Beamten vor der Polizeiinspektion anhielten.

Über die Befragung, die am Sonntag um 14.00 Uhr begonnen hatte, gab es bis zum Abend kaum Informationen. Der 26-Jährige konnte zwar einvernommen werden, wich aber immer wieder aus, schilderte der Staatsanwalt. Der Verdächtige sollte anschließend in die Haftanstalt Graz-Jakomini gebracht werden, wo er am Montag einem Haftrichter vorgeführt wird

o 17:55
Sonntag Trauerzug durch die Stadt

Wie Bürgermeister Siegfried Nagl heute im Zuge einer Pressekonferenz bestätigte, soll es nächsten Sonntag zu einem Trauermarsch kommen.

Dieser soll entlang der Route der Amokfahrt fürhren - also von der Herrengasse bis zum Hauptplatz. Der Marsch wird um 18:00 Uhr stattfinden. Alle Landesvertreter werden daran teilnehmen.

o 16:25
Mehr Verletzte als angenommen

Soeben wurde die Zahl der Verletzten nach oben korrigiert. Bisher ging man von 34 Verletzten aus, nach aktuellen Angaben wurden bei der Amok-Fahrt jedoch 36 Menschen verletzt. Nach wie vor befinden sich drei Erwachsene in kritischem Zustand. Zwei Kinder befinden sich im LKH auf der Intensivstation, ihr Zustand sei aber stabil.

o 15:43
Wirbel um Strache

Aufregung herrschte auch am Sonntag noch auf diversen Social Media-Kanälen wegen eines - mittlerweile geänderten - Facebook-Postings von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Ihm wird von zahlreichen Usern vorgeworfen, die Amokfahrt mit drei Toten und dutzenden Verletzten für politische Zwecke zu missbrauchen.

"Wahnsinnstat in Graz! Der Täter ist aus Bosnien. Ein religiös begründetes Attentat wird nicht ausgeschlossen!", soll Strache laut im Netz kursierenden Screenshots gepostet haben. Heftige Diskussionen zwischen Strache-Fans und -Kritikern auf dessen Facebook-Seite waren die Folge. Empört war auch SK Sturm-Spieler Marko Stankovic, der in dem Posting "eine grundsätzliche Abneigung gegenüber Leuten mit ausländischer Herkunft" ortete, wie er dem FPÖ-Chef schrieb: "Schämen Sie sich, Herr Strache, schämen Sie sich!!!"

o 13:42
Auch Arnie entsetzt

Der Schauspieler Arnold Schwarzenegger hat sich über die Amokfahrt eines 26-Jährigen am Samstag in seiner österreichischen Heimat entsetzt gezeigt. "Was gestern in Graz passiert ist, ist unsäglich traurig, weil Menschen ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir müssen alle zusammenarbeiten, um psychische Krankheiten besser zu erkennen. Ich denke, eine solche Tat kann niemand begehen, der gesund ist", sagte Schwarzenegger. Diese Probleme zu lösen, sei keine politische Aufgabe, betonte er: "Wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen." Dies gelte für die USA wie für den Rest der Welt, meinte der 67-Jährige: "Wir müssen zusammenarbeiten, um unnötige Gewalt zu reduzieren, egal ob es sich um Schießereien handelt oder um Tötungen von Menschen mit einem Auto oder einem Messer."

o 13:19
Drei Verletzte noch in kritischem Zustand

Von den 34 Personen, die bei der Amokfahrt eines 26-Jährigen am Samstag in Graz verletzt worden sind, haben sich am Sonntag noch drei Erwachsene in kritischem Zustand befunden. Zwei Kinder sind nach wie vor im LKH auf der Intensivstation, ihr Zustand sei aber stabil, hieß es seitens des Spitals.

Der Großteil der Verletzten wurden ins Grazer LKH oder UKH gebracht, einige wurden im LKH West und im Krankenhaus der Elisabethinen versorgt, zwei Patienten wurden nach Klagenfurt und einer nach Oberwart im Burgenland geflogen.

Sonntagmittag befanden sich noch drei Personen im LKH in Lebensgefahr. Im Unfallkrankenhaus waren unter den aufgenommenen Verletzten neun Schwerverletzte, von denen zwei schwere Mehrfachverletzungen aufwiesen und sofort operiert werden mussten. Am Sonntag wurden alle Patienten als stabil bezeichnet.

o 13:07
Täter stellte sich doch nicht freiwillig

Entgegen einiger Darstellungen vom Samstagnachmittag hat sich der mutmaßliche Amokfahrer von Graz nicht freiwillig der Polizei gestellt und ist zu diesem Zweck in die Polizeiinspektion Schmiedgasse marschiert. Polizisten holten ihn aus dem Wagen und nahmen ihn fest, wie bei einem Besuch von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in der Polizeiinspektion bekannt wurde:

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(c) APA

o 12:51
Tausende kondolieren

Die Stadt Graz hat ein Kondolenzbuch für die Opfer der Amokfahrt eines 26-Jährigen am Samstag in der Grazer Innenstadt aufgelegt. Gegen 12.30 Uhr am Sonntag waren bereits über 2.500 Einträge vorhanden, aus allen Bundesländern, aber auch aus Deutschland, China, aus der Schweiz, aus Schwedens Hauptstadt Stockholm oder aus dem australischen Brisbane.

o 11:59
Ministerin geschockt

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner ließ sich in der Polizeiinspektion Schmiedgasse in Graz die Festnahme des Täters schildern. Vor der Presse auf dem Hauptplatz sagte sie: "Es ist einfach unfassbar, was hier passiert ist. Es ist nicht entschuldbar". Die Ministerin zeigte sich beeindruckt vom raschen Einsatz der Rettungskräfte. Amokläufe könne man nie zu hundert Prozent verhindern.

o 11:13
Mikl-Leitner in Graz

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat soeben die Tatorte in der Grazer Innenstadt besucht, an denen der 26-jährige Amokfahrer am Samstag zu Mittag drei Menschen getötet und 34 teilweise schwer bis lebensgefährlich verletzt hatte. "Die Grazer Innenstadt ist wie eine offene Wunde", sagte Mikl-Leitner sichtlich bewegt.

Die Ministerin verharrte in Begleitung der steirischen und Grazer Polizeispitzen vor der Stadtpfarrkirche und der Bank in der Herrengasse, wo ein Kind und ein Frau ihr Leben verloren hatten, und legte zwei weiße Rosen nieder. Dann sprach die Ministerin mit Augenzeugen und einem Arzt, der wie viele andere in der Innenstadt unmittelbar nach der Amokfahrt den Opfern Erste Hilfe geleistet hatte.

o 11:00
Landesregierung nicht bei der Formel 1

Die steirische Landesregierung hat nach der Amokfahrt eines 26-jährigen Mannes Samstagmittag in Graz ihren Besuch beim Formel 1 Grand Prix am Sonntag in Spielberg abgesagt. Sie bleiben vor Ort in Graz. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) wird die offizielle Vertretung der Landesregierung am Renntag im Aichfeld übernehmen.

LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und sein Vize Michael Schickhofer (SPÖ) hatten außerdem die Veranstalter am Red Bull Ring darauf hingewiesen, eine Trauerminute zu begrüßen - sofern der straffe Zeitplan und das Reglement dies zulasse. Seitens der Projekt Spielberg GmbH hieß es Sonntagvormittag, dass keine Änderung des Ablaufes vorgesehen ist.

o 09:29
Zwei Buben im Spital geht es besser

Ärzte kämpfen noch immer um das Leben von sechs Schwerverletzten im Spital. Zwei Burschen geht es besser - sie sind nun außer Lebensgefahr.

o 09:25
Täter noch nicht einvernommen

Alen R. wird heute in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt. Zur Tat hat sich der 26-Jährige noch nicht äußern können - wegen einer schweren Psychose.

o 08:35
Weitere Details zu den Opfern

Ein Foto soll ein Paar zeigen, das als erstes dem 26-jährigen Amokfahrer in der Zweiglgasse zum Opfer fiel. Die Frau war in der Nacht im kritischen Zustand, ihr Mann war sofort tot, als der Täter sie von hinten auf dem Gehsteig fahrend rammte. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) war Zeuge dieser Tat. Das Paar hatte erst vor zwei Wochen geheiratet.

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(c) privat: Adis D. hat wie der Täter bosnische Wurzeln

o 08:28
Wie geht es den Verletzten?

In den Grazer Kliniken kämpften die Ärzte in der Nacht immer noch um das Leben von sechs von insgesamt 34 Verletzten. Berichte über den Gesundheitszustand der Menschen im kritischen Zustand lagen vorerst noch nicht vor

o 08:23
Innenministerin kommt heute nach Graz

Am Tag nach der Amokfahrt herrschen bei vielen Grazern und Steirern weiter Fassungslosigkeit. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) besucht heute Graz, um sich selbst ein Bild zu machen. Mikl-Leitner will sich am frühen Vormittag erst mit der Grazer Polizeispitze treffen und sich dann zu den Tatorten begeben.

o 22:29

Am Sparkasseneck des Rathauses am Hauptplatz und an allen anderen Ecken dieses zentralen Grazer Platzes haben Menschen Blumen und Kerzen niedergelegt, auch Stofftiere und Sonnenblumen - "als Symbol des Lebens", so eine Frau am Beginn der Schmiedgasse, die sich dann abwendet und ein Taschentuch hervorholt.

o 22:17

Viele Grazer trauern auf der Straße und gedenken der Opfer.

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o 22:00

Die meisten Teilnehmer der Andacht stellten sich schweigend um die Kerzen auf, bis die Herrengasse zu einem Gutteil gefüllt war. Die Straßenbahnen mussten daher zum zweiten Mal an diesem Tag ihre Fahrten unterbrechen und warten. Auch am Hauptplatz wurden Kerzen aufgestellt und den Opfern gedacht

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o 21:49
Opfer hat erst vor 2 Wochen geheiratet

Der 28-jährige "Adis" war gegen Mittag zusammen mit seiner offenbar frisch angetrauten Frau in Graz spazieren und beide wurden vom Täter niedergefahren. Der Mann starb noch an der Unfallstelle, seine Frau liege im Koma: "So endet das junge Glück", sagte eine der Angehörigen zu Journalisten. Sie zeigten Hochzeitsfotos des jungen Paares, das erst vor zwei Wochen geheiratet habe.

o 21:47
Tausende gedachten mit Kerzen

Mehrere Tausend Menschen sind Samstagabend dem Facebook-Aufruf eines Grazers gefolgt, der zum "Kerzenmeer" aufgerufen hatte. Mit unzähligen Lichtern, die vor allem vor der Stadtpfarrkirche in der Herrengasse abgestellt wurden, drückten die Teilnehmer Trauer und Beileid aus. Unter ihnen waren auch Angehörige eines Opfers der Amokfahrt von Samstagmittag.

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o 21:28

Die Straßenbahnen verkehren wieder, sanft und behutsam bringen Angehörige der Grazer Ordnungswache dazu die Menschen dazu, sich kurz von den Gleisen weg zu bewegen. Auch die Journalisten sind auffallend zurückhaltend - wohl den Appell des steirischen Landeshauptmannes Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vom Nachmittag zur Zurückhaltung beherzigend.

o 21:16
Stille Andacht

Seit 21 Uhr versammeln sich zahlreiche Grazer in der Herrengasse und legen Kerzen nieder.

o 21:09

In der Schmiedgasse vor der Polizeiinspektion wurde der Geländewagen des Täters bereits weggebracht. Auch in den umliegenden Gassen rückt das große Polizeiaufgebot ab. Neongrüne Markierungen der Polizei an jenen Stellen in der Herrengasse, am Hauptplatz und in der Schmiedgasse, wo Menschen verletzt bzw. getötet wurden, künden von der Erhebungen der Kriminalisten und der Spurensicherer. Überall in der Innenstadt stehen Menschen beisammen, oft einander Fremde, und sprechen über das Unfassbare.

o 20:55
Stille in der Herrengasse

In der Herrengasse herrscht gegen 20.40 Uhr eine betroffene Stille: Vor der Stadtpfarrkirche, wo knapp acht Stunden zuvor ein Amokfahrer einen vierjährigen Buben aus dem Leben gerissen haben, stehen Trauernde in Gruppen vor einem kleinen Blumen und Kerzenmeer. Einige tragen schwarz, manche umarmen sich spontan.

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o 20:37
Auch Formel 1 erschüttert

Red Bull Racing und Mercedes haben am Samstag ebenfalls zur Amokfahrt in Graz Stellung genommen. "Wir denken zuallererst an die Opfer und ihre Angehörigen von Graz", sagte Christian Horner, Teamchef des österreichischen Rennstalls von Gastgeber Red Bull.

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sprach sein Beileid aus. "Zuallererst sind wir von den tragischen Ereignissen heute Nachmittag in Graz schockiert", meinte der Wiener in der Aussendung zum Qualifying in Spielfeld. "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und wir sprechen den Familien der Opfer unser aufrichtiges Beileid aus. Verglichen damit verkommt unsere kleine Formel 1-Welt zur Bedeutungslosigkeit", sagte Wolff weiters.

o 20:20
Aufregung um Strache-Posting

Ein Facebook-Posting von HC Strache empört. Hier finden Sie alle Infos dazu.

o 19:50
Gedenkgottesdienst

Nach der Amokfahrt in der Grazer Innenstadt, bei der zumindest drei Menschen ums Leben gekommen sind, ist am Samstagabend in der Stadtpfarrkirche in Graz eine Gedenkfeier abgehalten worden. Rund 500 Menschen waren der Einladung von Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz gefolgt. Gekommen war auch die politische Landesspitze, der Grazer Bürgermeister und Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.

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o 19:27
Kerzenmeer um 21 Uhr

Auf Initiative einer Privatperson wird für heute, 21.00 Uhr, zu einem "Kerzenmeer am Hauptplatz" in Graz aufgerufen, bei der jeder zur Mitgefühlsbekundung kommen kann. Zur Veranstaltung wurde via Facebook eingeladen. Zwischen Brunnen und Rathaus sollen Lichter abgestellt werden. Wer mehrere Kerzen zu Hause habe, soll diese mitnehmen und an andere Teilnehmer vor Ort verschenken, lautete der Appell.

o 19:21
Internationale Berichterstattung

Über die tödliche Fahrt berichteten neben deutschsprachigen Medien auch zahlreiche internationale, etwa in den USA oder Großbritannien. So schrieben etwa der britische "The Independent", die "New York Times" oder in der "BBC" auf ihren Online-Portalen über die tragischen Ereignisse am Samstag, die auch bei der nur eine Autostunde entfernten F1-Fahrerlager auf dem Red Bull Ring für Betroffenheit gesorgt haben.

o 19:15
Täter bereits zuvor gewaltbereit

Bei dem mutmaßlichen Täter, der in einer Polizeistation festgenommen wurde, handelt es sich um einen 26-jähriger Kraftfahrer mit österreichischer Staatsbürgerschaft und "bosnischem Bezug" aus dem Bezirk Graz-Umgebung, der bereits zuvor "als gewaltbereit in Erscheinung getreten" sei, sagte Landespolizeidirektor Josef Klamminger bei einer Pressekonferenz. Der Mann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wurde nach häuslicher Gewalt am 28. Mai von seinem Wohnsitz weggewiesen.

o 19:04
hier fand die Horror-Tat statt

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o 18:50
Kerzenmeer auf 21 Uhr verlegt

"Kerzenmeer am Hauptplatz" wurde auf 21 Uhr verschoben.

o 18:41
Gedenken im Stephansdom

Zum Gedenken an die Opfer des Grazer Amoklaufs lädt der Verein der Steirer in Wien am Sonntag um 21 Uhr in den Stephansdom.

o 18:40
Herrengasse wieder offen

Die Sperre der Herrengasse ist aufgehoben worden.

o 18:37
Vierjähriger Bub unter den drei Toten

Unter den drei Toten bei der Amokfahrt in Graz ist ein vierjähriger Bub aus Österreich, der in der Herrengasse angefahren worden war, teilte die Polizei am Abend mit. Bei den beiden erwachsenen Toten handelt es sich um einen 28-jährigen Österreicher - ihn erwischte es nahe der Synagoge- sowie eine 25-jährige Frau, die wie der Bub in der Herrengasse gerammt worden war. Das Alter der 34 Verletzten liegt im Bereich von vier bis 75 Jahren. Eine von ihnen hat heute, Samstag, ihren 21. Geburtstag.

o 18:35
Kerzenmeer um 20 Uhr

Tausende Grazer werden via Facebook am Hauptplatz erwartet, um ein Meer von Kerzen zu entzünden.

o 18:24
Die Amokfahrt im Detail

Hier alle Infos zum bisher bekannten Tathergang.

o 18:09
Rasche finanzielle Unterstützung für Opfer

Tief betroffen und bestürzt über die Amokfahrt zeigte sich auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer."Wir können das unvorstellbare Leid nicht mehr rückgängig machen, wir können für die Opfer dieser Wahnsinnstag nur mildernd mit Mitteln über das Verbrechensopfergesetz wirken"

o 17:57
Mitterlehner tief betroffen

Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner ist "tief betroffen über die unfassbare und entsetzliche Amokfahrt in der Grazer Herrengasse."

o 17:52
Täter hat Opfer nicht gekannt

Die Opfer dürfte der Mann alle nicht gekannt haben. Laut Polizei wurden bisher politische, religiöse oder extremistische Motive aufgrund seiner Vorgeschichte ausgeschlossen. Es handelte sich um einen Einzeltäter, wobei nun ein psychologisches Gutachten eingeholt werde, sagte Landespolizeidirektor Klamminger.

o 17:40
Zugang zur Stadtpfarrkirche nur über Bischofsplatz

Wer zum Gedenkgottesdienst um 18.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche möchte, kommt derzeit nur über den Bischofsplatz dorthin

o 17:38
Kein Straßenbahnbetrieb in der Innenstadt

Die Amokfahrt zu weiträumigen Behinderungen des privaten und öffentlichen Verkehrs in der Grazer Innenstadt geführt. Sämtliche Straßenbahnlinien im Bereich der Hauptverbindungsstrecke Jakominiplatz-Hauptplatz mussten angehalten werden. Die Sperre werde aufgrund der polizeilichen Maßnahmen in diesem Bereich noch länger dauern, hieß es vonseiten der Holding Graz.

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Quelle: TZ ÖSTERREICH

o 17:31
Rettung eine Stunde im Einsatz

Die Rettungseinsätze dauerten rund eine Stunde. Die Sanitätsdienststelle wurde am Hauptplatz aufgebaut. Von dort wurden die Verletzten auf die Krankenhäuser verteilt.

o 17:30
Täter hat 2 Kinder

Das Auto des Täters war auf ihn zugelassen. Er ist von Beruf Kraftfahrer.

o 17:28
Täter wurde "weggewiesen"

Der Täter wurde am 28.5. wegen häuslicher Gewalt weggewiesen. Die Opfer der Messerattacke sind zufällig vom Täter ausgesucht worden. Die Polizei ist von der Tat genauso überrascht worden, wie die Passanten.

o 17:25
Amoklauf dauerte 5 Minuten

Der Amoklauf des Täters dauerte 5 Minuten. Der Täter fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit.

o 17:22
"Traurigster Tag"

Bürgermeister Nagl auf der Pressekonferenz: "Soweit ich zurückdenken kann, ist das der traurigste Tag für unsere Stadt"

o 17:17
Sechs Erwachsene schweben noch in Lebensgefahr

Sechs Erwachsene sind noch in einem kritischen Zustand. Sie müssen noch operiert werden.

o 17:16
Drei verletzte Kinder

Bei der Amokfahrt wurden drei Kinder verletzt, zwei davon schwer. Ein Kind ist bereits wieder zu Hause.

o 17:14
Exzellente Zusammenarbeit aller Kräfte

Polizei und Rettung haben ausgezeichnet zusammen gearbeitet. 2 Patienten mussten nach Klagenfurt eingeliefert werden, einer nach Oberwart.

o 17:12
Täter bei der Polizei

Täter fuhr in die Schmiedgasse, wo er der Polizei sagte, dass es eine Auseinandersetzung mit einem Messer gegeben hätte. Er hatte zuvor in der Grazbachgase eine Frau und einen Mann mit dem Messer angegriffen.

o 17:09
Täter fuhr durch die Herrengasse

Dort verletzte er acht Personen.

o 17:06
Täter verheiratet

Der Täter kommt aus dem Bezirk Graz-Umgebung, ist 26 und verheiratet, wie es auf derzeit laufenden Pressekonferenz hieß.

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o 17:05
Innenminsterin Mikl-Leitner morgen in Graz

o 17:04
Kanzler Faymann ist "bestürzt"

Die Spitzen der Bundespolitik haben sich am Samstag entsetzt über die Amokfahrt in Graz mit drei Toten und Dutzenden Verletzten gezeigt. "Mein Mitgefühl und meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern und deren Familien", betonte Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann in einer Aussendung.

o 16:52
Menschen legen Blumen nieder

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Quelle: TZ ÖSTERREICH

o 16:46
Sperren vor Grazer ÖSTERREICH-Redaktion

Die Redaktion ist aktuell wegen der Absperrungen nicht zugänglich.

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Quelle: TZ Österreich

o 16:36
Die Reaktionen auf die Amokfahrt

Hier geht es zum Artikel

o 16:34
Täter ließ sich widerstandlos verhaften

Der 26-Jährige Täter ist laut Polizei in der Schmiedgasse im Bereich der Polizeiinspektion gestoppt und festgenommen worden.

o 16:28
Herrengasse bleibt gesperrt

In der Innenstadt von Graz herrscht angesichts der Tragödie bedrückende Stille. An einem Samstag herrscht im Zentrum normalerweise viel Betrieb. Die Herrengasse bleibt weiterhin gesperrt.

o 16:22
Graz trauert

An den Absperrungen zur Herrengasse legen die Menschen Blumen nieder und entzünden Kerzen.

o 16:11
"Es wird alles abgesagt"

"Es wird alles abgesagt, alle Feierlichkeiten und Feste, wir werden schwarze Fahnen aufhängen", so Bürgermeister Nagl. Er dankte allen Einsatzkräften für die rasche Hilfe. "Ich bin noch nie über den Hauptplatz gegangen und habe eine solche Stimmung erlebt", kämpfte Nagl mit den Tränen.

o 16:08
Bürgermeister auf Vespa fast Opfer

Bürgermeister Nagl (ÖVP) über seine Begegnung mit dem Täter: "Ich war in der Zweigeltgasse mit meiner Vespa unterwegs. Dieser Täter, der Mörder hat erst ein Paar niedergemäht, der Mann war offenbar sofort tot, dann dachte ich erst, er bleibt stehen, aber er hat mich und einen anderen Passanten anvisiert".

o 16:07
"Erschütternde Tat"

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat die Amokfahrt als "erschütternde Tat" bezeichnet.

o 15:57
Gedenkgottesdienst 18.00 Uh

In der Stadtpfarrkirche in der Grazer Herrengasse findet um 18.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst mit Stadtpfarrprobst Christian Leibnitz statt.

o 15:56
Psychische Probleme häufig Auslöser

Amokfahrten forderten in den vergangenen Jahren immer wieder Verletzte und Tote, oft waren psychische Probleme Auslöser für diese Taten. Der heutige Vorfall in Graz gehört dabei zu einem der dramatischsten dieser Fälle überhaupt.

o 15:52
Bundespräsident "zutiefst geschockt"

Bundespräsident Heinz Fischer ist "zutiefst geschockt" über die "Wahnsinnstat, die sich heute Nachmittag in Graz ereignet hat", heißt es in einem Schreiben an Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

o 15:50
Trauer auf Facebook

Tausende teilen ihre Trauer auf Facebook.

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Quelle: Facebook

o 15:43
"Es tut unendlich weh"

LH-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) sagte: "Es tut unendlich weh, für mich als Familienvater nicht zu fassen, was hier passiert ist. Es wurde alles getan, um die Verletzten sofort zu versorgen", sagte der LHStv.

o 15:38
"Bonus-Track"-Gala abgesagt

Das Grazer Schauspielhaus hat die für heute Abend geplante Gala "Bonus-Track" wegen der Amokfahrt abgesagt.

o 15:37
Sturm Graz sagte Testspiel ab

Das am Samstag angesetzt gewesene Testspiel von Sturm Graz gegen den FC Holzhacker in Ries-Kainbach ist abgesagt worden. Der Fußball-Bundesligist entschloss sich dazu aufgrund der Amokfahrt.

o 15:33
Hotline für Zeugen und Angehörige

Das Land Steiermark hat eine Telefon-Hotline für Angehörige und Zeugen eingeerichtet: 14844 (keine Vorwahl!).

o 15:22
"Psychose" Ursache für Amokfahrt

"Psychose" mit Ausgang im familieren Bereich als Auslöser, erklärte Josef Klamminger, Landespolizeidirektor.

o 15:20
"Kein Fanatismus als Motiv"

Der Landespolizeidirektor erklärte: "Kein Fanatismus als Motiv" für die Amokfahrt

o 15:17
Schützenhöfer "geschockt"

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zur Amokfahrt: "Ich bin geschockt, betroffen und bestürzt". Schützenhöferspricht von einem "geistig verwirrten" Einzeltäter: "Es gibt keine Erklärung, es gibt keine Entschuldigung"

o 15:11
"Ich konnte flüchten."

Bürgermeister Nagl kämpft mit den Tränen bei der Pressekonferenz: "Der Täter hat bewusst versucht, Menschen zu erwischen. Ich konnte flüchten, da ich motorisiert war. Ein Paar am Gehsteig wurde erwischt. Der Mann war sofort tot, die Frau verletzt."

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o 15:03
3 Tote, 34 Verletzte

Ein Mann, eine Frau, ein Kind tot. 10 Schwerverletzte. Ein Opfer schwebt in Lebensgefahr.

o 15:01
"Schatten über Österreich"

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko, gebürtiger Grazer, sagte zum Amokauf: "Das wirft einen Schatten über ganz Österreich, wenn so etwas passiert, hat aber nichts mit der Formel 1 zu tun." In Spielberg bei der Formel 1 waren zunächst keine Programmänderungen geplant

o 15:00
"Haben alles mobilisiert"

Rotkreuz-Sprecher: "Wir haben alles aus der Region mobilisiert". Vier Hubschrauber und 60 Ambulanzen vor Ort

o 14:56
Appell vom Bischof

Bischof Wilhelm Krautwaschl appellierte: "Stehen wir auch in diesen schweren Stunden zusammen."

o 14:54
26-Jähriger Täter

Ein 26-jähriger Österreicher mit bosnischen Wurzeln soll die Tat begangen haben.

o 14:52
Todesopfer mit weißem Tuch bedeckt

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Quelle: Gubisch

o 14:47
"Die Menschen lagen leblos am Boden"

"Die Menschen lagen leblos am Boden", berichtete eine Zeugin, die die Amokfahr miterlebt hatte. " "Auf der Höhe Murgasse geriet der Wagen aufgrund der Geschwindigkeit ins Schleudern, setzte seine Fahrt dann aber fort", so die Augenzeugin. Zahlreiche Passanten befanden sich zum Zeitpunkt der Fahrt, die sich gegen 12.30 Uhr ereignete, in der Innenstadt. "Die Leute schrien in Panik und rannten in die umliegenden Geschäfte, um sich in Sicherheit zu bringen", schilderte die Zeugin.

o 14:46
Frau und Bub tot

Bei den Todesopfern soll es sich um einen 7-jährigen Buben sowie um eine Frau handeln.

o 14:44
Rettung versorgt Verletzte

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Quelle: APA

o 14:37
Am Ort der Amokfahrt

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Quelle: APA

o 14:35
Rätsel um Motive der Wahnsinnstat

Über die Hintergründe der Amokfahrt gab es zunächst keine Informationen. Handelte es sich um eine Beziehungstat?

o 14:29
Erschütterndes Bild

Am Beginn der Herrengasse: Ein Mensch liegt mit einer weißen Decke verhüllt am Boden, vor der zehn Meter weiter nördlich gelegenen Bank Austria-Unicredit-Hauptfiliale die gleiche Szene: wieder ein Mensch unter einer weißen Plane.

o 14:26
Polizei-Sonderkräfte in Kampfanzügen vor Ort

Die Innenstadt ist großräumig abgesperrt, schon an Punkten wie dem Griesplatz und der Grazer Oper leitet die Polizei den Verkehr großräumig um. Uniformierte - Streifenpolizisten wie auch Angehörige der Einsatzeinheit Steiermark in Kampfanzügen - hindern Schaulustige am Weitergehen.

o 14:25
Rettungswagen aus allen steirischen Bezirken im Einsatz

Durch die Gasse - mit rotweißen Bändern abgesperrt - fahren Rettungswagen aus Graz und verschiedenen steirischen Bezirken zur Verletzten-Sammelstelle am Hauptplatz.

o 14:14
Rettungskräfte im Einsatz

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Quelle: TZ Österreich

o 14:11
Fassungslose Menschen, Stille, überall Polizei

o 14:10
Viele Rettungskräfte im Einsatz

o 14:04
Mit 100 km/h durch die Herrengasse

Der Täter ist laut Augenzeugen mit rund 100 km/h durch die Herrengasse auf der Höhe des Hauptplatzes gerast, wo sich mehrere Cafes befinden. "Wir dachten zuerst an eine Schießerei, da der Wagen auch mehrere Sessel erfasst hat", berichtete eine Augenzeugin. Unter den Passanten herrschte Panik, die Menschen versuchten sich in die Gebäude zu retten.

o 14:02
"Weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung"

In einer ersten Stellungnahme verurteilte Schützenhöfer das Geschehene als "abscheuliche Tat", für derartiges gebe es "weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung". Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und bei den Verletzten, so der Landeshauptmann.

o 14:02
Krisenstab der Landesregierung

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) haben angesichts der Amokfahrt in der Grazer Innenstadt am Samstag ihren Besuch bei einer Feuerwehrveranstaltung abgebrochen und sich auf den Weg in die steirische Hauptstadt gemacht. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.

o 13:58
Laut Polizei wurden 50 Personen verletzt

Das Ausmaß der Tat dürfte enorm sein. Laut Polizei wurden 50 Personen verletzt. Der Täter, der mit einem Messer bewaffnet gewesen sein soll, wurde festgenommen. Die Hintergründe für die Tat waren unklar.

o 13:57
Rettungscamp aufgebaut

Am Grazer Hauptplatz ist ein Rettungscamp aufgebaut worden.

o 13:54
Fassunglosigkeit auch auf Twitter:

o 13:48

In der Herrengasse sind die Rettungs- und Polizeikräfte im Einsatz.

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o 13:43
Multikultiball abgesagt

Der für heute geplante Multikultiball ist wegen der Amok-Tragödie abgesagt.

o 13:40

Ein Zeuge berichtet, er habe nur etwas vorbei zischen sehen, mit hoher Geschwindikeit. Dann sei er hinausgelaufen und habe ein Kind sowie einen Mann am Boden gesehen. Zwei Fahrräder haben ausgesehen, als wären sie niedergewalzt worden.

o 13:37
Zu Hause melden!

Bürgermeister Nagl ruft alle, die in der Innenstadt waren, auf, sich zu Hause zu melden, damit die Angehörigen Bescheid wissen.

o 13:31
Hauptplatz wird geräumt

Die Innenstadt ist voll mit Rettungs- und Polizeikräften. Schmiedgasse ist gesperrt, auch Teile der Herrengasse.

Das Fahrzeug der Amoklenkers

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o 13:30
"Leichen liegen verdeckt auf der Straße"

"Die Leichen liegen verdeckt auf der Straße", beschrieb der Zeuge der APA. Offizielle Bestätigung gab es dafür aber nicht.

o 13:26
Täter ein Bosnier

Alter des Täters noch unbekannt. Eine Pressekonferenz um 16.00 soll Details bringen. Die Amokfahrt führte vom Eiseneren Tor in die Herrengasse. Dort raste der Täter zum Hauptplatz und machte eine Schleife in der Schmiedgasse. Dort haben ihn die Polizisten rder Polizeistation Schmiedgasse gestoppt.

erstellt am 21. Juni 2015, 11:13

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