Amok-
Fahrer randalierte in Haft

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Zum „Selbstschutz“ soll der Amokfahrer von Graz weggebracht werden.

Ein Zwischenfall Donnerstagnachmittag bringt neue Brisanz in den Fall rund um den Amok­fahrer von Graz, Alen R. Der Häftling soll bei einem Gespräch mit einer Psycho­login total ausgerastet sein und sie attackiert haben.

Der Sprecher der Justiz-Anstalt Jakomini, Oberstleutnant Manfred Ulrich, bestätigt gegenüber ÖSTERREICH: „Er hat sich sehr lautstark ­geäußert und setzte dann autoaggressive Handlungen.“ Sprich: Er drohte mit Selbstmord – die Psychologin war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, weil sich zwischen ihnen eine Trennwand samt Gitter (für das Gespräch mit der Expertin) befand.

Staatsanwalt in Graz muss über Antrag entscheiden

„Der Insasse kam daraufhin in eine Zelle mit besonderen Sicherheitsmaßnahmen“, sagt Ulrich. Außerdem wurde noch am Freitag bei der Staatsanwaltschaft in Graz, die für den Fall zuständig ist, beantragt, den Amokfahrer in eine andere Haftanstalt zu überstellen.

Trauer nach Ereignissen auch hinter Gittern groß

Hintergrund: Auch in der Haftanstalt, bei den anderen Insassen wie auch beim Wachpersonal, sind das Mit­gefühl für die Opfer und die Trauer groß. Insofern ist die Sicherheit für Alen R. in einer Grazer Haftanstalt nicht wirklich gegeben. „Der Antrag auf Überstellung wurde aus Selbstschutz für den Verdächtigen gestellt“, betont Manfred Ulrich gegenüber ÖSTERREICH. In Wien gibt es nicht nur eine räumliche Distanz, sondern auch einen Hochsicherheitstrakt für besondere Häftlinge.

erstellt am 03. Juli 2015, 17:21

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