Wirbel um Nazi-Affäre beim Heer

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© Screenshot Puls4

Monika Donner (44) soll bei Roland Düringer Nazi-Vergleiche gezogen haben.

Nach der Aufregung um einen Wiener Soldaten, der mit ISIS-Geste und Sturmgewehr posierte, erschüttert nun die nächste Affäre das Bundesheer: Auslöser ist die TV-Sendung Gültige Stimme mit Roland Düringer auf Puls 4, der die wohl schillerndste Beamtin des Heeres zu Gast hatte.

Früher war sie Hauptmann, jetzt ist sie Heeres-Juristin
Monika Donner (44) hieß früher Anton, war Hauptmann bei einer Panzerkompanie. Jetzt ist die lesbische Transsexuelle als Juristin im Personalressort des Heeresministeriums beschäftigt.

Roland Düringer, der die streitbare Beamtin privat kennt, hat sie in seine Sendung eingeladen. Dort legte die Beamtin los, kritisierte das Vorgehen der Amerikaner im Nahen Osten und soll es zum Teil mit der Politik der Nationalsozialisten gleichgesetzt haben. Und dann, bei Minute 22:26, kam die Aussage: „9/11 haben sich die Amerikaner selbst gemacht. Das war ihre Reichskristallnacht.“

Für die Juristin hatte das Folgen. Die Abteilung für Disziplinarwesen schickte eine Mitteilung an die Staatsanwaltschaft. Donner habe Äußerungen getätigt, die „dem Nationalsozialismus zuzuordnen wären“.

Retourkutsche für Kritik am Sparkurs des Heeres?
Die Beamtin sieht sich als Mobbing-Opfer: „Es ist absurd, daraus eine Anzeige wegen Wiederbetätigung zu konstruieren.“ Sie glaubt, den wahren Grund für die Anzeige zu kennen: „Man will meinen Ruf schädigen, weil ich eine ausführliche Analyse gegen die Sparpläne erstellt habe, die jetzt sogar als Buch veröffentlicht wird.“ Vom Verteidigungsministerium gab es vorerst keine Stellungnahme.

erstellt am 27. Juli 2015, 23:31

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