Mehr als 70 Flüchtlinge in Schlepper-Lkw erstickt

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Mikl-Leitner: "Diese Tragödie macht uns alle betroffen."

Der rund 7,5 Tonnen schwere Schlepper-Lkw, ein Kühlfahrzeug, war in einer Pannenbucht abgestellt. Beim Eintreffen der Polizei trat bereits Verwesungsflüssigkeit aus der Ladefläche, berichtete Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Angaben machen, wie der Tod der Flüchtlinge eingetreten ist." Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Erste Ermittlungen zu den Schleppern lagen am Abend vor: Das Nummernschild des Lkw war von einem Rumänen in der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet beantragt worden

Die Bilder zur Flüchtlings-Tragödie Die Bilder zur Flüchtlings-Tragödie
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Lkw gestern abgestellt
Das Fahrzeug dürfte seit gestern auf der A4 abgestellt gewesen sein. Man sei heute um 11.30 Uhr von Kollegen der Autobahninspektion Parndorf verständigt worden. Entdeckt wurde der Lkw von einem Mitarbeiter der Asfinag. Dieser war an der A4 mit Mäharbeiten beschäftigt, als er auf das Fahrzeug aufmerksam wurde. "Ihm ist aufgefallen, dass es dort raustropft", sagte ein Sprecher der Asfinag. Der Mitarbeiter habe "richtig und schnell reagiert und die Polizei informiert". Die Asfinag sperrte im betroffenen Bereich eine Fahrspur.

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Laut dem burgenländischen Polizeichef Hans Peter Doskozil wurden mindestens 20 Tote gefunden, die Zahl kann aber auf bis zu 50 anwachsen. Von den Schleppern fehlt bisher jede Spur.

Bei einer Pressekonferenz sprach Innenministerin Mikl-Leitner von einem "dunklen Tag. [...] Schlepper sind Kriminelle. Und wer jetzt noch immer meint, dass es sanftmütige Fluchthelfer sind, dem ist nicht zu helfen." Sie will die Schlagzahl im Kampf gegen die Schlepper erhöhen und fordert Auffanglanger an den Außengrenzen der EU.

Verstärkte Kontrollen
Die Ressortchefin kündigte verstärkte Kontrollen in den internationalen Zügen und im grenznahen Raum an. "Wichtig ist uns auch, dass so rasch als möglich die gesetzlichen Änderungen im Kampf gegen Schlepper vorgenommen werden. Ich hoffe, dass das am 1. Oktober bereits passiert." Es sei wichtig, dass nicht nur Österreich mit Härte gegen Schlepper vorgeht, sondern auch die anderen 27 EU-Staaten.

Es sei wichtig, so rasch als möglich EU-Außenstellen zu schaffen, damit die Flüchtlinge sofort Schutz bekommen. Mikl-Leitner sprach von einem "Signal an die europäische Ebene, so rasch wie möglich tätig zu werden".

Schwerer Unfall
Bereits in der Nacht auf Donnerstag hat sich auf der A4 ein schwerer Unfall ereignet. Ein Flüchtling, der vor einer Polizeistreife fliehen wollte, wurde von einem Auto erfasst. Das Opfer erlitt einen Schädelbruch und Knochenbrüche. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Am Vormittag hat die burgenländische Polizei drei Schlepper festgenommen. Die Flüchtlinge waren in diesem Fall in einen Kastenwagen gepfercht und berichteten, dass sie kaum Luft bekamen.

News-TV-Sondersendung zum Flüchtlings-Drama

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+++ Auf der nächsten Seite der Live-Ticker zum Nachlesen! +++

o 22:44

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) denkt nicht an Rücktritt. Es mache sie "betroffen, dass man angesichts dieser Tragödie wieder einmal versucht, die Schuld bei der Innenministerin zu suchen", sagte sie in der "ZiB2" zur Rücktrittsaufforderung durch "Asyl in Not". Schuld für das Flüchtlingsdrama auf der Ostautobahn hätten die Terroristen, vor denen die Menschen flüchten, und Schlepper.

o 22:24

Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich will der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Druck auf andere EU-Länder zur Aufnahme von Asylbewerbern erhöhen. "Es wird auf Dauer nicht gehen, dass Deutschland 47 Prozent der ankommenden Flüchtlinge im eigenen Land beheimatet", sagte Steinmeier.

o 21:47
Trauerkundgebung am Minoritenplatz

bal.jpg

(c) Larissa Eckhardt

o 21:06

Wie Johann Fuchs, der Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, erklärte, sollen die Toten zur Obduktion nach Wien überstellt werden. "Der Transport ist bereits in die Wege geleitet", berichtete Fuchs, der persönlich bei den Bergungsarbeiten in einer ehemaligen Veterinärdienst-Grenzstelle anwesend war. Das Wiener Gerichtsmedizinische Institut habe den staatsanwaltschaftlichen Obduktionsauftrag übernommen.

o 20:02
EU-Kommission "schockiert"

EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und der für Migration zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos haben sich am Donnerstagabend "schockiert" über das Flüchtlingsdrama in Österreich sowie den Tod von 50 Bootsflüchtlingen im Mittelmeer vom Mittwoch gezeigt. Es handle sich um "kriminelle Akte" von "Schleppern ohne jeden Skrupel".

o 19:27

Am Donnerstagabend ist in Nickelsdorf damit begonnen worden, die in einem 7,5 Tonnen schweren Lkw ums Leben gekommenen Flüchtlinge aus dem Kühltransporter zu bergen.

o 18:55

Die Fahrerkabine des Lkw war nicht abgesperrt. Die fünf Meter lange Ladebordwand hätte sich von den einschreitenden, von der Asfinag alarmierten Polizeibeamten von außen öffnen lassen.

o 18:32
Pressekonferenz beendet

Am Freitag um 11 Uhr findet die nächste Pressekonferenz statt.

o 18:25

"Ich vermute, dass die Täter bereits Österreich verlassen haben."

o 18:21

"Wir suchen natürlich auch nach Zeugen."

o 18:18

"Der Lkw war kein schleppertypischer Lkw."

o 18:15

"Es spricht vieles dafür, dass die Flüchtlinge schon eineinhalb, zwei Tage tot waren."

o 18:15

"Er kam im Zeitraum von Mittwoch 9 Uhr bis heute 6 Uhr früh nach Österreich."

o 18:12

"Es passieren täglich 3.000 Lkw diese Route, lückenlose Kontrolle ist hier nicht möglich."

o 18:11

"Es handelte sich um einen Kühllastwagen."

o 18:09

"Wir haben erste Ansätze, dass eine verschachtelte Firmengruppe dahinter steckt."

o 18:06

"Wir haben Ermittlungsschritte eingeleitet und möchte mich auch bei den ungarischen Kollegen bedanken. Wir haben bereits erste Erkenntnisse. Das Fahrzeug ist gestern in den frühen Morgenstunden südlich von Budapest gestartet. Gestern Vormittag war es im Bereich der österreichisch-ungarischen Grenze."

o 18:04

"Der Lastwagen ist aktuell in Nickelsdorf. Wir werden das Fahrzeug dort öffnen und dann sichten wieviele Personen sich in dem Fahrzeug befinden. Das wird wohl bis Morgen Vormittag dauern."

o 18:03

Doskozil: "Ab 13 Uhr haben wir einen Krisenstab eingerichtet. Wir haben das Fahrzeug und den Tatort untersucht."

o 18:01

Landespolizeidirektor Doskozil berichtet über den schrecklichen Fund heute.

o 17:59
Die Pressekonferenz startet

o 17:46

Ungarische Kriminalisten sind am Donnerstagnachmittag zur Unterstützung der Ermittlungen im Nordburgenland eingetroffen. Die ausländischen Kollegen würden bei der weiteren Abklärung der ungarischen Kennzeichen des Fahrzeugs helfen, sagte Polizeisprecher Gerald Pangl.

o 17:34

Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich hat der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) einen entschiedeneren Kampf gegen Schlepper gefordert. "Ich halte verstärkte Kontrollen für richtig", sagte er am Donnerstag in Nürnberg. Zwanzig Menschen in Transporter zu stecken, die für acht vorgesehen seien, sei "kriminell" und jeder Schlepper werde angezeigt.

o 17:11
1. heiße Spur

Das Nummernschild des Lkw war von einem Rumänen in der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet beantragt worden. Das sagte Janos Lazar, Stabschef von Premier Viktor Orban, bei einer Pressekonferenz in Budapest. Lazar zufolge soll das Fahrzeug dem Mann auch gehören. Der Kanzleiminister wies auf die Zusammenarbeit zwischen österreichischer und ungarischer Polizei hin.

o 16:58

Der Privatsender Puls 4 sagt weger der Flüchtlingstragödie auf der A4 seine für Freitag früh angesetzte "Cafe Puls"-Geburtstagsfeier ab und bringt stattdessen eine Sondersendung. "Angesichts der Tragödie mit 50 Toten, die heute in einem Lastwagen auf der A4 gefunden wurden, möchten wir ein Zeichen setzen und sagen die Geburtstagsfeier ab", so die Infochefs Corinna Milborn und Philipp Tirmann.

o 16:39

"Was hier geschehen ist, ist verabscheuenswürdig", stellte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer Aussendung fest. Er hält ein verschärftes Vorgehen gegen die Schleppermafia für "das Gebot der Stunde" - und zwar in Österreich und der EU.

o 16:35

Den Polizisten habe sich bei der Öffnung des Lkw gegen 11.00 Uhr ein "grauenvolles Bild" geboten, sagte Marban. Vorerst wurde lediglich festgestellt, dass es keine Überlebenden gab. Erst nach einer genaueren Untersuchung des Fahrzeuginneren wird Gewissheit über die Anzahl der Opfer und deren Geschlecht bestehen, sowie ob auch Kinder darunter waren. Es sei leider mittlerweile eine "gängige Transportmethode im Schlepperwesen, möglichst viele Menschen auf kleinem Raum zu transportieren", hielt Marban fest.

o 16:26
Vom Lenker fehlt jede Spur

Auf den Lenker des Lkw gab es am Donnerstagnachmittag noch keinen Hinweis. Seit wann das Fahrzeug in der Pannenbucht stand, war ebenfalls unklar, betonte Polizeisprecher Helmut Marban an Ort und Stelle. "Vielleicht finden sich Zeugen, die den Lastwagen bereits früher gesehen haben", sagte er. Bisherige Anhaltspunkte seien das ungarische Kennzeichen und die Werbeaufschrift einer slowakischen Firma.

o 16:23
Lkw wird in Halle geöffnet

Der Lkw ist in eine unweit vom Tatort gelegene Halle gebracht worden, die von der Asfinag zur Verfügung gestellt wurde. Wie der Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Johann Fuchs, mitteilte, soll der Lkw dort geöffnet werden.

o 16:08

"Es ist schrecklich, dass so etwas möglich ist, solche Brutalität, solche Inhumanität, dass diese Menschen offenbar erstickt sind", sagte Bundespräsident Heinz Fischer in einem Pressestatement zum Flüchtlingsdrama im Burgenland. "Es macht natürlich sehr betroffen."

o 15:55

Der Todes-Lkw wurde von seinem Stellplatz weggebracht. Ein Abschleppwagen hob die Vorderachse des Schwerfahrzeugs an und fuhr, begleitet von einer Polizeieskorte, mit dem Transporter ab. Über das Ziel wurden zunächst keine Angaben gemacht.

o 15:51

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und ihre europäischen Amtskollegen tragen für diese Tragödie die volle Verantwortung", sagte Michael Genner von der NGO Asyl in Not am Donnerstag. Er fordert den Rücktritt der Politikerin. Für Anny Knapp, Obfrau der Asylkoordination, ist es nur "eine Frage der Zeit gewesen bis Derartiges in Österreich passiert"

o 15:40

Polizei erwartet für das Wochenende einen weiteren Anstieg bei den Grenzübertritten von Flüchtlingen. Die Beamten im Burgenland werden deshalb verstärkt von Kollegen aus Kärnten und der Steiermark, sagte Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil am Donnerstag.

o 15:36

Eine Bergung der 20 bis zu 50 toten Flüchtlinge ist nicht am Tatort möglich. Das sagte Helmut Marban, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland.

o 15:31

Mit einem Gedenkgottesdienst im Wiener Stephansdom soll am Montag um 19.00 Uhr der in einem Schlepper-Fahrzeug zu Tode gekommenen Flüchtlinge gedacht werden. Geleitet wird die Messe von Kardinal Christoph Schönborn, der am Donnerstag alle Kirchen bat, zu diesem Zeitpunkt die Glocken läuten zu lassen. Schönborn sowie der Eisenstädter Bischof Ägidius Zisfkovics zeigten sich erschüttert.

o 15:27

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid spricht angesichts des Tods von bis zu 50 Menschen in einem Schlepper-Lkw von einer "unfassbaren Tragödie", die sich nicht wiederholen dürfe. Es gelte, "das Schlepperunwesen, bei dem Kriminelle am Leid anderer Menschen verdienen, mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen".

o 15:24

"Ich habe es noch nie erlebt, dass so gegenseitige Aspekte in unmittelbarem Zusammenhang stehen, und so eine Auswirkung auf viele haben.", so ein ARBÖ-Mitarbeiter am Ort des Geschehens, heute Nachmittag auf der Ost-Autobahn (A4) im Bereich Weiden /Göls.

Zusätzlich zu diesem Flüchtlingsdrama wurde in einem nahegelegenen Einkaufszentrum für namhafte Designermarken ein sog. "Late-Night-Shopping" veranstaltet.

Das Resultat: bis zu 13 Kilometer Stau auf der A4, zwischen der Grenze und Parndorf, Wartezeiten über eine Stunde. Verstopfte Ausweichrouten auf der B50, Burgenland Bstr., bzw. B10, Budapester Bundesstraße, im Raum Parndorf. Die Temperaturen kletterten im Laufe des Nachmittages außerdem wieder auf über 28 Grad, was zusätzlich für erhitzte Gemüter sorgte.

o 15:06
Schaulustige bremsen bei Tatort

Auf der Gegenrichtung des Schauplatzes bremsen immer wieder Schaulustige ab. Nicht wenige der Vorbeifahrenden, viele sind wohl auch zum heute stattfindenden jährlichen Late Night Shoppen mit Showprogramm und Live-Musik im nahen Designer Outlet in Parndorf unterwegs, machen Handyfotos. Zahlreiche davon wurden bereits auf sozialen Netzwerken gepostet.

o 15:00

NEOS-Mandatar Scherak richtet an die Regierung die Frage, ob sie genug getan habe, um ein Unglück in diesem Ausmaß zu verhindern. Das Wegschauen auf allen politischen Ebenen müsse endlich ein Ende haben. Die Antwort könne freilich nicht die alleinige Verstärkung der Grenzkontrollen und der Kontrollen in Zügen aus Ungarn sein. Es brauche legale Wege, um in die Europäische Union zu gelangen, wie zum Beispiel die Möglichkeit in Botschaften in den Herkunftsländern Asyl zu beantragen.

o 14:51
Die Ermittler am Schauplatz

Flüchtlinge Parndorf

(c) APA/ Schlager

o 14:48

VP-Generalsekretär Gernot Blümel rief in einer Aussendung zu einem gemeinsamen und intensiven Vorgehen gegen die "menschenverachtende Schleppermafia" auf. Angesichts solcher Tragödien wie jener heute bekannt gewordenen bringe es nichts, sich gegenseitig anzufeinden. "Wir müssen jetzt gemeinsam und entschlossen handeln", und das auch auf europäischer Ebene, meinte Blümel.

o 14:38

Team Stronach-Generalsekretär Christoph Hagen sprach sich für eine eigene Grenzpolizei und temporäre Grenzkontrollen nach Ungarn, Slowenien, Italien und zur Slowakei aus. Als Sofortmaßnahme schlägt er vor, Bundesheersoldaten binnen 48 Stunden mit den Kompetenzen der Grenzpolizei auszustatten.

o 14:27

"Menschen sterben nicht nur im Mittelmeer, sondern auch auf den Straßen Europas, auch in Österreich. Das ist eine weitere Katastrophe, die deutlich macht, wie dringend nötig es ist, dass Europa einen gemeinsamen Plan für Menschen auf der Flucht ins Leben ruft, der der Genfer Flüchtlingskonvention und der humanitären Tradition dieses Kontinents entspricht", so Caritas-Präsident Michael Landau.

o 14:19

Allein die Tatortarbeit nach dem Tod der Flüchtlingen werde Tage dauern. Das sagte Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität und des Menschenhandels im Bundeskriminalamt.

o 14:13

Im Rahmen einer Schweigeminute haben die Teilnehmer der Westbalkan-Konferenz den Flüchtlinge gedacht, die tot in einem Lkw auf der burgenländischen A4 entdeckt worden sind.

o 14:00

Entsetzt über die furchtbare Flüchtlingstragödie zeigte sich auch FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Diese Menschen, die einen solch grauenhaften Tod gefunden hätten, seien zutiefst zu bedauern

o 13:57
Mikl will EU-Außenstellen schaffen

Es sei wichtig, so rasch als möglich EU-Außenstellen zu schaffen, damit die Flüchtlinge sofort Schutz bekommen, so Mikl-Leitner. Die Ministerin sprach von einem "Signal an die europäische Ebene, so rasch wie möglich tätig zu werden".

o 13:55

Wie Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil mitteilte, wurde umgehend ein Krisenstab eingerichtet.

o 13:48
VIDEO: Mikl-Leitner zur Flüchtlingstragödie

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o 13:46
Kampf gegen Schlepper

Die Justiz werde gemeinsam mit dem Innenministerium "mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln" gegen diese Form der Kriminalität ankämpfen, kündigte Brandstetter in einer der APA übermittelten Stellungnahme an.

o 13:44
Justizminister "erschüttert und zornig"

"Ich bin erschüttert, tief betroffen und zornig", reagierte Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) auf das Flüchtlingsdrama auf der A4. "Es war zu befürchten, dass es einmal Todesopfer bei den Schleppertransporten gibt, denn die organisierte Schlepperei ist eine skrupellose und mörderische Form schwerster Kriminalität, der man europaweit konsequent entgegenwirken muss", meinte Brandstetter.

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o 13:41

Entdeckt wurde der Lkw von einem Mitarbeiter der Asfinag. Dieser war an der A4 mit Mäharbeiten beschäftigt, als er auf das Fahrzeug aufmerksam wurde. "Ihm ist aufgefallen, dass es dort raustropft", sagte ein Sprecher der Asfinag der APA. Der Mitarbeiter habe "richtig und schnell reagiert und die Polizei informiert". Die Asfinag sperrte im betroffenen Bereich eine Fahrspur.

o 13:37
LKW in Pannenbucht abgestellt

Wie Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil berichtete, wurde der rund 7,5 Tonnen schwere Lkw, ein Kühlfahrzeug, in einer Pannenbucht abgestellt. Beim Eintreffen der Polizei trat bereits Verwesungsflüssigkeit aus der Ladefläche aus.

o 13:35
NEOS: Tragödie muss zu Umdenken führen

Die NEOS reagierten auf die Tragödie geschockt: "Wir können jetzt nicht zum Tagesgeschäft übergehen. Das Wegschauen auf allen politischen Ebenen muss endlich ein Ende haben.Es muss endlich legale Wege geben, um in die europäische Union zu gelangen, wie zum Beispiel die Möglichkeit in Botschaften in den Herkunftsländern Asyl zu beantragen. Wir müssen alles daran setzen, dass solche Unglücke auf europäischem Boden nie wieder passieren."

o 13:23
Hier kam es zum Drama

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o 13:13

Damit ist die Pressekonferenz beendet.

o 13:12
"Dunkler Tag"

"Dieser Tag ist für uns ein dunkler Tag. Wir nehmen den Auftrag mit, die Schlagzahl im Kampf gegen die Schlepper zu erhöhen."

o 13:12

Es ist schwierig professionell weiterzuarbeiten, wenn alle so betroffen sind, so Mikl-Leitner.

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o 13:11

An den EU-Außengrenzen müssen Anlaufstellen geschaffen werden, um den Flüchtlingen Schutz zu bieten. Dann sollen sie auf alle EU-Länder aufgeteilt werden.

o 13:10
Mikl fordert gesetzliche Änderungen

Gesetzliche Änderungen sollen vorgenommen werden. Mikl-Leitner hofft, dass das bis 1. Oktober passiert. "Schlepper dürfen sich nicht in Sicherheit fühlen, nicht nur in Österreich, sondern in der ganzen EU."

o 13:10

Der Kampf gegen die Schlepper wird verstärkt, die Kontrollen an den Grenzen werden verstärkt.

o 13:09

"Schlepper sind keine freundlichen Fluchthelfer, sondern nur am Profit interessiert."

o 13:08

Jetzt ist Mikl-Leitner am Wort: "Heute ist ein dunkler Tag. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Familien der Opfer und den Freunden. Diese Tragödie macht uns alle betroffen. Schlepper sind Verbrecher."

o 13:08

Wann die Flüchtlinge verstorben sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Es wurde ein Krisenstab eingerichtet, der in dem Fall ermittelt. Um 18 Uhr wird es eine weitere Pressekonferenz geben.

o 13:07

Es war ein großer LKW (bis zu 7,5 Tonnen), ein Kühl-LKW. Wieviele Tote ist derzeit noch nicht klar. Doskozil spricht von mindestens 20, es könnten aber auch bis zu 50 sein.

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o 13:06

Die Beamten entdeckten austretende Verwesungsflüssigkeit. Als sie den LKW öffneten, entdeckten sie mehrere Tote.

o 13:05

Der Landespolizeichef des Burgenlands Doskozil ist am Wort. Die Beamten der Autobahnpolizei Parndorf hat den LKW in einer Pannenbucht entdeckt. Der LKW ist wohl seit gestern schon dort gestanden.

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o 13:04

Die Pressekonferenz von Innenministerin Mikl-Leitner beginnt.

o 13:03

Von Fahrer des Schlepper-LKWs fehlt derzeit jede Spur.

o 13:02

In Wien findet heute eine Konferenz zum Flüchtlingsthema statt. Mit dabei unter anderem Werner Faymann und Angela Merkel.

o 13:00

Der Beginn der Pressekonferenz verzögert sich etwas.

o 12:59
ÖSTERREICH vor Ort

ÖSTERREICH-Reporter Thomas Hopferwieser ist vor Ort und berichtet von der Pressekonferenz

o 12:58

In Kürze startet die Pressekonferenz.

o 12:55

Der Bezirkshauptmann von Neusiedl, Martin Huber, betätigt, auf der A4 sei zwischen Neusiedl und Parndorf ein Schlepper-Fahrzeug angehalten worden. Unter Berufung auf die Polizei sprach Huber von "mehreren Toten" Flüchtlingen.

o 12:53

Die Asfinag hat das Unglück inzwischen bestätigt.

o 12:47

Bereits in der Nacht auf Donnerstag hat sich auf der A4 ein schwerer Unfall ereignet. Ein Flüchtling, der vor einer Polizeistreife fliehen wollte, wurde von einem Auto erfasst. Das Opfer erlitt einen Schädelbruch und Knochenbrüche. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

o 12:44

Ersten Berichten zufolge ist von bis zu 50 Toten die Rede. Das wollte das Innenministerium vorerst noch nicht bestätigen.

o 12:42

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) informiert um 13.00 Uhr in der Landespolizeidirektion Burgenland in Eisenstadt.

o 12:38

Der schreckliche Vorfall soll sich in Neusiedl am See ereignet haben.

erstellt am 27. August 2015, 12:07

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