Lehrer killte Kaninchen – sein Motiv

APAC4CF.tmp.jpg
© dpa

Ein Kaninchen musste vor den Augen von 14-jährigen 
Schülern sterben.

Ein Bio-Lehrer schlachtete im Klassenzimmer ein Kaninchen – jetzt rechtfertigt er sich.
NÖ. Kurz vor Schulschluss schockte am Gymnasium in Horn ein Biologie-Lehrer eine Klasse 14-Jähriger. Obwohl der Lehrplan keinen Sezierkurs in der Unterstufe vorsieht, kam der private Kaninchenzüchter mit einem Tier in die Schule, um es dort vor den Augen der entsetzten Schüler mit einem Schlachtschussapparat zu töten.

Einsichtig. Am Donnerstag wurde er nach St. Pölten zitiert. Gegenüber Landesschulrat Helm zeigte sich der Pädagoge einsichtig, dass er einen Fehler gemacht habe, versuchte es aber zunächst mit einer billigen Ausrede: Demnach habe er früher in Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe (HLW) unterrichtet, und da habe man öfter für die Küche ein Tier töten müssen.

Der Bio-Lehrer, der keine sachkundige Einschulung zum Schlachten von Tieren haben dürfte, wurde angezeigt – eine Geldstrafe von bis zu 7.500 Euro sowie bis zu ein Jahr Haft drohen. Vom Disziplinarrecht her ist ein Verweis, die Versetzung oder die Entlassung möglich. Es gibt auch Eltern, die sich für einen Verbleib aussprechen. Es gilt die Unschuldsvermutung. (kor)

erstellt am 10. Juli 2015, 08:20

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.