Jugendamt nimmt Vater das Kind weg

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© tzoe

Die einst entführte Rosalie ist dem Vater durch das Jugendamt weggenommen worden.

Dramatische Wende im Fall der kleinen Rosalie: Die 2-Jährige, die einst von der Mutter entführt worden war und nach der die Polizei sechs Monate lang international gefahndet hatte, ist am Freitag ihrem Vater abgenommen worden. Mitarbeiter des Jugendamtes brachten die Kleine in ein Krisenzentrum der Stadt Wien. Der ungeheuerliche Verdacht der Behörde: sexuelle Belästigung des Kindes.

Rosalies Vater meldete sich ganz aufgelöst bei ÖSTERREICH: „Sie haben mir das Kind weggenommen, nur weil ich zwei Termine nicht unter einen Hut gebracht habe.“ Demnach hätte er um 9 Uhr im AKH ein Gespräch mit einer Kinderpsychologin wahrnehmen sollen und anschließend um 10.30 Uhr beim Jugendamt im 21. Bezirk sein sollen: „Das ging sich einfach nicht aus“, sagte er. Er habe der Psychologin abgesagt und per Mail um einen neuen Termin gebeten.

Die Sprecherin des Jugendamts, Herta Staffa, hat eine andere Erklärung für die Wegnahme Rosalies. Gegenüber ÖSTERREICH sagte sie: „Das Kind hat bei einem Besuchskontakt Äußerungen getätigt, die auf sexuelle Belästigung schließen lassen. Dieser Verdacht kann nicht stehen gelassen werden.“

Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Vorwurf im Raum steht. Vor wenigen Tagen wurde Rosalies Mutter wegen der Kindsentziehung zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt. Im Gericht wurde sie nach ihrem Motiv für die Flucht gefragt. Auch da deutete sie an, dass sich der Vater nicht naturgemäß mit Rosalie beschäftigt habe. Bewiesen aber ist das nicht, es gilt die Unschuldsvermutung.

erstellt am 19. Juni 2015, 23:02

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