Hunderte bei Asyl-Demo gegen Mikl-Leitner

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© TZ Artner

800 Traiskirchner gingen gegen die Asylpolitik auf die Straße.

„Es reicht, Frau Ministerin“ steht auf roten Tafeln, die Hunderte Menschen in der Wiener Herrengasse in die Höhe halten. Mit Trillerpfeifen und Ratschen verschaffen sie ihrem Begehren Gehör. Eine Frau trägt ein ­T-Shirt mit dem Spruch: „Ich bin nicht gegen Flüchtlinge, aber gegen das Massenlager in Traiskirchen.“

13 Busse aus Traiskirchen, FPÖ-Anhänger bei Demo
Dienstag, 19.30 Uhr, Innenministerium, Wien: Die Herrengasse ist bis zum Michaelerplatz mit Demonstranten gefüllt. Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) hat für seinen Protest gegen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und ihre Asylpolitik Hunderte Bürger motiviert. Mit 13 Autobussen reisten sie nach Wien, gingen lautstark von der Löwelstraße über den Ballhausplatz bis zum Amtssitz von Mikl-Leitner. Auch FPÖ-Sympathisanten mischten sich unter den Demozug. „Ich werde so lange protestieren, bis sich etwas tut“, sagt Babel in sein Mikrofon und erntet dafür Jubel. Erwähnt er den Namen der Ministerin, wird das von Buhrufen begleitet.
Babel und die Traiskirchner Bevölkerung kritisieren die skandalösen Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen und die neue Zeltstadt neben der Betreuungsstelle. Babler wollte seine Kritik direkt an die Ministerin richten: „Es gibt derzeit kein wichtigeres Thema als Asyl. Es wäre traurig, wenn sie den Protest nicht entgegennehmen würde.“ Dazu kam es tatsächlich nicht: Mikl-Leitner besuchte die Unwetter-Krisenregion in Tirol.(prj)

erstellt am 10. Juni 2015, 08:06

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