Bagger rollen auf der Ziesel-Wiese

Ziesel Wiese
© TZOe/MFellner

Unter strengen Umweltauflagen begann die Abtragung der Erde am Bauplatz.

Die Bürger­initiative Marchfeldkanal war – fast – so schnell wie die Bau­firma und ihre Arbeiter, die am Montag mit ihren Baggern auf der „Ziesel-Wiese“ in Stammersdorf anrollten.

Hier wird – nach Erfüllung aller Umweltauflagen, die schon zwei Mio. Euro kosteten – damit begonnen, Erdreich in einem kaum von Ziesel-Bauten durchsetzten Teil abzutragen. Auf einem Drittel des vorgesehenen Geländes starten nun erste Vorarbeiten für ein Wohnprojekt für 2.500 Menschen. „Das ist von der MA 22 genehmigt und erfolgt unter strenger ökologischer Aufsicht“, sagt ein Sprecher des Bauträgers.

Tierschützer machten sofort mit Demo mobil

Lange konnten die Bauarbeiter nicht ungestört baggern. Per SMS-Ketteninfo und über die sozialen Netze machten Lukas Mroz von der Bürgerinitiative IGL Marchfeldkanal und seine Mitstreiterin Brigitte Martzak mobil.

Jetzt taucht Eidechse auf. Kurz nach Mittag marschierten die ersten Demonstranten – wenn auch nur eine Hand voll – gegen den Baubeginn auf der Ziesel-Wiese auf. Und sie hatten eine neue Verbündete: Auf der Wiese lebt nicht zur eine Zieselkolonie, sondern auch eine geschützte Eidechsen-Art, die die Bauarbeiten wohl nicht überleben würde.

Ab heute wird trotzdem auf jenen Baufeldern, wo Ziesel nur vorübergehend aufgetreten sind, die Grasnarbe (die obersten 5–10 cm) abgetragen.

erstellt am 12. April 2016, 08:24

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