32 Klagen gegen die Skandal-Kindergärten

Multika
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40 Ex-Mitarbeiter wollen ihr Geld einfordern, 32 zogen schon vor Gericht.

Gegen den Verein Multika – der 242 Kinder an sieben Standorten betreut – erhob eine Ex-Standort-Leiterin den Vorwurf des Fördergeld-Missbrauchs. Laut der Vize-Leiterin der MA10, Eva Reznicek, gebe es zwar keinen Beweis für Missbrauch, aber in der Prüfung der Jahresabrechnung 2014/15 des Kindergartens sind zahlreiche andere Probleme aufgetaucht.

So wurde über Monate hinweg den Mitarbeitern zu wenig Gehalt ausbezahlt, vor allem arbeiteten laut Betreuungsschlüssel für Kindergärten wochenlang viel zu wenige in den Gruppen.

Gerichtsprozesse
Wie Mark Westenrieder von der Arbeiterkammer Wien bestätigt, haben sich rund 40 Mitarbeiter gemeldet, die jeweils 5.000 bis 15.000 € zu wenig Lohn erhielten.

32 der Fälle wurden bereits vor Gericht gebracht. Vor vier Jahren schon meldete der Verein Insolvenz mit Schulden von 700.000 € an. Die Stadt Wien war hier ebenfalls Gläubiger. Wie der Kindergarten diese Schulden zurückgezahlt hat, bleibt fraglich. Untersucht wird nun, ob das legal lief oder aus Fördermitteln oder auf Kosten der Mitarbeiter. Multika wollte sich dazu nicht äußern.

erstellt am 12. Jänner 2017, 11:44

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