Slowake starb: Krimi um toten Einbrecher im Burgenland

Eingangstor vom Tatort des verunglückten Einbrechers im Burgenland
© Thomas Lenger

Was passierte in dem nur einen Kilometer von der Grenze entfernten Haus wirklich?

 

Soviel ist derzeit über den Vorfall mit tödlichem Ausgang in der Nacht auf Dienstag in einem Haus in Deutsch Jahrndorf (nördlich von Nickelsdorf bekannt:

Ein 35-jähriger Slowake soll in das von einer mannshohen Mauer umgebene Grundstück mit mehreren Warnschildern vor Deutschen Schäferhunden eingestiegen sein. Sein Auto, einen weißen Hyundai, in dem später unter anderem ein Bolzenschneider sichergestellt worden sein soll, parkte der mutmaßliche Einbrecher nur wenige ­Meter entfernt vor einer anderen Hausmauer.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Was sich dann genau bei dem Coup, bei dem der Slowake sein Leben verlor, abspielte, darüber verlieren die Behörden so wenige Details wie möglich. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt: „Wir ermitteln wegen fahrlässiger Tötung. Eine Obduktion wurde in Auftrag gegeben. Mit einem Ergebnis ist nicht vor Freitag zu rechnen.“

ÖSTERREICH hörte sich indes vor Ort um und bekam von Anrainer Franz R. bestätigt, dass er Dienstagfrüh „Polizei und Spuren­sicherung“ sah und als er hörte, dass ein Einbrecher ums Leben gekommen war, sich noch wunderte, wer so leichtsinnig, schlecht informiert oder oder dreist sein sollte, bei einem Haus mit einem halben Dutzend ausgewachsener, gut trainierter und scharfer Hunde sein Glück zu versuchen...

Hatten diese Hunde gar etwas mit dem Ableben des Slowaken zu tun bzw. welche Rolle spielte ein weiterer Nachbar, der auf den Einbruch aufmerksam geworden war, hinübereilte und mithalf, die Flucht des Slowaken zu verhindern. Auch gegen ihn wird ermittelt.

Zurzeit geistern viele Gerüchte durch den Ort: Herzinfarkt aus Panik, Selbstjustiz, Notwehr, Notwehrexzess oder nur ein tragischer Unfall. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. (kor)

erstellt am 17. September 2020, 00:31

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