Der SP fehlen echte Politik und Profis

Pamela Rendi-Wagner
© APA/ROLAND SCHLAGER

Sinnkrise.

Sie sei „sympathisch“, habe das „Herz am rechten Fleck“ und sei schlicht „nett“, hört man immer wieder über Pamela Rendi-Wagner. Allesamt Attribute, die menschlich wichtig, in der Politik aber – leider – keine Kategorie sind. Was die SPÖ-Chefin jetzt dringend braucht, ist echtes politisches Gespür. Dass eine Quereinsteigerin kein political animal ist, kann man ihr nicht vorhalten. Das hätte den Herren, die sie erfanden – Christian Kern und Thomas Drozda –, ebenso klar sein müssen, wie jenen, die sie eigentlich verhindern wollten, wie Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil.

Die SPÖ hat ein echtes 
Wahrnehmungsproblem

Und alle hätten wissen müssen, dass sie echte politische Profis um sich braucht. Sie sollte jetzt dringend die Notbremse ziehen. Sicher, man kann sich einreden, dass Salzburg-Land eh super ausgegangen sei, und dass sich da wenig verschoben habe. Aber die historische Dimension des Verlustes der Landeshauptstadt nicht zu verstehen, zeigt einmal mehr: Die SPÖ hat ein echtes Wahrnehmungsproblem.

Eine Clique an Beratern, statt echter SP-Politik

Die SPÖ verstrickt sich lieber in Grabenkämpfe: Soll es mehr nach rechts oder doch nach links gehen? Statt auf eine Clique an Beratern zu hören, die schon ihren Vorgänger in die Irre führten, sollte Rendi-Wagner echte sozialdemokratische Politik machen. Was das ist, muss sie selber definieren. Denn eines ist sicher, das Land braucht eine starke Oppositionspartei. Aber die Wähler müssen wissen, wofür sie steht. (Isabelle Daniel)

erstellt am 11. März 2019, 22:57

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