Valentinstag: Baum-Massaker am Steinhof

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© J. Galley

Denkmalgeschütztes Areal einfach eingezäunt, dann ratterten die Kettensägen.

Seit Tagen hatte Alarmstimmung unter den Aktivisten wegen der Verbauung der historischen Steinhofgründe geherrscht. „Dienstagfrüh war es so weit. Im Morgengrauen rückten Bautrupps an, zäunten das gesamte Gelände, auf dem laut Denkmalschutzexperten absolutes Bauverbot herrscht, ein. Dann ratterten die Kettensägen. Mehr als hundert Bäume, teilweise über 30 Meter hoch und uralt, fielen um wie die Streichhölzer“, schildert Christine Muchsel, Steinhof-Aktivistin der ersten Stunde, die schaurige Szenerie.

Protest und Anzeige

Sofort formierte sich Protest, unter anderem kam ÖVP-Nationalrat Wolfgang Gerstl zum Schauplatz des „BaumMassakers“, so FPÖ-Stadtrat Toni Mahdalik. Er kündigte eine Strafanzeige gegen die Stadt an. Genützt hat alles nichts. Die Bäume sind weg, der Weg für eine Bebauung genau jenes Grundstücks, auf dem die Weltkulturerbeschützer von ICOMOS ein absolutes Bauverbot verhängt haben, ist frei.

Grüne versagen. Aktivistin Muchsel nennt das ein „rot-grünes Umweltverbrechen“ und ist „tief enttäuscht vom Totalversagen der Grünen.“

erstellt am 15. Februar 2017, 07:38

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