Trump will politische Einigung mit Taliban in Afghanistan

Trump_Soldaten
© Reuters

US-Präsident macht keine Aussagen über Aufstockung des US-Kontingents in Afghanistan.

US-Präsident Donald Trump hat sich offen für eine mögliche politische Einigung mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan gezeigt. In einer Ansprache auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in der Nähe von Washington warnte Trump am Montagabend (Ortszeit) zugleich vor einem übereilten Abzug aus Afghanistan. Dies würde ein "Vakuum" für "Terroristen" hinterlassen.

Trump machte klar, dass die USA ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus in der seit 16 Jahre andauernden Militäroperation in Afghanistan verstärken werden. Dabei soll auch das Nachbarland Pakistan stärker in die Pflicht genommen werden, kündigte der Präsident an.

Keine Aussagen über Aufstockung der Truppen

Er vermied es aber, über eine Aufstockung der Zahl der bisher 8.400 US-Soldaten am Hindukusch zu sprechen. Zuvor war in Medienberichten davon die Rede, die Zahl werde um 4.000 erhöht. Die Option eines Rückzuges schloss Trump aus. Es gebe keine zeitlichen Vorgaben mehr. Ein möglicher Rückzug hänge vom Erfolg ab.

Die US-Truppen erhielten jedoch größere Freiheiten, um Terroristen und international agierende kriminelle Netzwerke ins Visier zu nehmen. "Diese Mörder müssen wissen, dass es für sie kein Versteck gibt", sagte Trump.

erstellt am 22. August 2017, 07:00

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