Tödliche-Kuh-Attacke: Witwer will 360.000 Euro

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© Zoom Tirol

Bei einem Schuldspruch wird um die Zukunft des Alm- und Wandertourismus gefürchtet.

Im Sommer 2014 war die Deutsche Daniela M. (45) aus Bad Dürkheim mit ihrem Bullterrier „Frodo“ auf dem Fahrweg zu Pinnisalm unterwegs, als 50 Meter vor dem Ziel – vermutlich durch das Bellen ihres Hundes –10 Mutterkühe und Kälber die Deutsche umzingelten und mit den Hörnern attackierten. Die Frau erlag ihren Verletzungen.

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Danach forderten der Ehemann und der Sohn 359.905 Euro für Begräbniskosten, Schmerzensgeld aus Trauer- sowie Schockschaden und Unterhaltsentgang – weil der Unfall durch einen einfachen Weidezaun zu verhindern gewesen wäre.

Der beklagte Bauer dagegen argumentiert, dass ohnehin Warnschilder aufgestellt gewesen seien – und dass Weidezäune auf der Alm weder ortsüblich noch zumutbar seien. Am 9. Mai war die erste Verhandlung angesetzt und wurde vertagt. Dabei stand auch der Liftbetreiber der Hochstubai-Anlagen im Visier, der das Opfer erst zum Gipfel befördert hat.

Laut Ankläger hätte auch er auf die zu erwartenden Gefahren hinweisen müssen. Am Montag wurde der Prozess fortgesetzt. Ein Urteil stand bei Redaktionsschluss noch aus.

erstellt am 03. Oktober 2017, 09:42

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