Aktivisten weggetragen

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© gubisch

Etwa 100 zum Teil vermummte Kraftwerksgegner stürmten die Baustelle.

Nicht direkt an der Mur wie in den vergangenen Tagen, sondern auf der nahen Olympiawiese ist es Mittwoch neuerlich zu einer Besetzung des Bau­stellenareals in Graz-Puntigam gekommen. Gegen 
7 Uhr früh stürmten etwa 100 zum Teil vermummte Gegner des Murkraftwerks die Baustelle und setzten sich auf Baugeräte.

Bagger blockiert. Laut der Energie Steiermark waren Bauzäune niedergerissen worden, Personen haben sich u. a. auf die Ketten der Bagger gesetzt, einige der Fahrzeuge seien auch besprüht worden. Er wolle festhalten, dass es sich „um ein widerrechtliches Eindringen“ auf das Baustellengelände handle, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Nun prüft man nach einer Serie von Zwischenfällen auch Schadenersatzklagen, die pro Stunde Unterbrechung bis zu 2.000 Euro ausmachen können.

Arbeiten gestoppt. Denn nach der Besetzung musste ein Teil der Arbeiten eingestellt werden, an anderer Stelle in dem weitläufigen Areal gingen die Bauarbeiten aber voran.

Die Polizei zog weitere Einsatzkräfte zusammen, versuchte allerdings im Laufe des Vormittags, zu deeskalieren, so Behördenleiter Herbert Fuik. Mehrmals wurden die Umweltaktivisten ersucht, ihr Verhalten einzustellen.

Räumung. Am frühen Nachmittag schritt dann die Polizei ein. Die Baustelle wurde geräumt. Dazu wurden Beamte der Einsatzeinheit Steiermark und der Cobra eingesetzt, sagte ein Sprecher. Menschen im Sitzstreik wurden weggetragen. Es gab neun Festnahmen, die Personen wurden zu einer Sammelstelle gebracht.

Ihnen wird Sachbeschädigung vorgeworfen.

erstellt am 16. Februar 2017, 08:31

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