Luchs "Alus" wurde grausam getötet

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© KK/Progetto Lince Italia

Der Kadaver des Tieres ist in Stuttgart und Schweden ­untersucht worden.

Nach dem Fund eines toten Luchses ohne Kopf und ohne Vorderpfoten im benachbarten Saalachsee bei Bad Reichenhall (Bayern) Anfang September steht nun fest, dass das Tier erschossen wurde. “Der Kadaver wurde in Stuttgart und in Schweden untersucht. Wir haben jetzt den Beweis, dass der Luchs angeschossen oder erschossen wurde“, sagte Franziska Baur von der deutschen Gregor Louisoder Umweltstiftung. Weiterhin unklar sei aber, ob die Körperteile des Tieres erst bei der Bergung abgetrennt wurden oder schon davor. Hinsichtlich der Geschosspartikel laufen nun die Ermittlungen des Landeskriminalamtes in München.

Ausgewildert

Bereits kurz nach dem Fund des Kadavers war die Wildkatze als das im April 2014 im Rahmen eines Artenschutzprojektes im italienischen Friaul ausgewilderte Luchsmännchen „Alus“ identifiziert worden. Das Tier hatte sich bis zu seinem gewaltsamen Tod vor allem im Salzburger Pinzgau aufgehalten. Dort konnte es durch eine Wildkamera regelmäßig bis Mitte Mai 2017 nachgewiesen werden.

Die von der Gregor Louisoder Umweltstiftung und dem WWF ausgesetzte Belohnung von 15.000 Euro für Hinweise, die zum Täter führen, bleibt aufrecht: „Es handelt sich um einen kriminellen Tatbestand.“

erstellt am 09. November 2017, 09:45

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