Wegen FPÖ gab Steier sein rotes Parteibüchl ab

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© TZ Oe, APA

Der hochrangige Funktionär hatte aber zuvor für den rot-blauen Deal gestimmt.

Eisenstadt. Am Donnerstag endete die Zitterpartie um die Angelobung der rot-blauen Koalition im Burgenland. Gerhard Steier, der rote Ex-Landtags-Präsident, hatte nach fünfwöchigem Zuwarten endlich zur konstituierenden Sitzung des Landtags geladen. Nicht aber ohne mit einem alten Partei-Spezi abzurechnen. „Die SPÖ ist nur noch ein Wahlverein für einen Mann, der regieren will“, schmetterte er Richtung Hans Niessl, trat medienwirksam ab – und aus der SPÖ aus. „Ich bleibe aber freier Abgeordneter“, setzte er noch nach. Als Landtagspräsident beerbte ihn Christian Illedits (SPÖ).

Verwunderung. „Ich bin ein Mann klarer Verhältnisse“, nahm Landeschef Niessl Steiers Abgang aber gelassen. Gegenüber ÖSTERREICH zeigte er sich allerdings verwundert, hatte Steier doch erst nach dem rot-blauen Pakt seine Ablehnung gegen den Koalitions-Deal mit der FPÖ von Johann Tschürtz, dem neuen Landesvize, betont. Niessl verärgert: „Es war kein Geheimnis, die FPÖ als möglichen Regierungspartner zu sehen. Das taten in einer Umfrage 90 Prozent unserer Mitglieder vor der Wahl auch. Danach hat mich der Parteivorstand einstimmig mit Verhandlungen mit allen Parteien, auch mit der FPÖ, beauftragt, also auch Steier.“(wef)

erstellt am 12. Juli 2015, 08:26

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