Sozialhilfe wird immer mehr zu Millionen-Grab

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Immer mehr Asylwerber übersiedeln wegen der Mindestsicherung nach Wien.

"Wir brauchen endlich eine ordentliche Reform der Mindestsicherung", kritisiert Wiens VP-Chef Gernot Blümel die ersten Pläne der rot-grünen Stadtregierung für die Mindestsicherung neu, die ÖSTERREICH zuletzt aufdeckte. Vor allem bezweifeln Blümel und auch Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger stark, dass der Kernpunkt der Reform wirklich wirkt: Rot-Grün will zusätzliche Millionen investieren, damit die Ausbildung der Bezieher und damit deren Jobchancen verbessert werden. So erhofft man kürzere Bezugszeiten, weniger Bezieher und damit bei weiter vergleichsweise höchstem Leistungsniveau niedrigere Gesamtkosten.

Studie

Die Realität sieht derzeit freilich anders aus, wie eine zuletzt von der grünen Verhandlerin Birgit Hebein selbst aufs Tapet gebrachte Studie zeigt: Experte Peter Hajek hatte bei 58 von jenen 8.000 Asylwerbern, die in den letzten 12 Monaten aus den Bundesländern nach Wien gezogen waren, nachgefragt: 40 Prozent der Interviewten kamen eindeutig wegen der höheren Mindestsicherung nach Wien.

Das Resultat dieser schleichenden Zuwanderung laut Blümel: Die Zahl der Bezieher hat sich seit 2010 fast verdoppelt - auf 200.000, die Kosten explodieren auf zuletzt 649 Millionen Euro.
 

erstellt am 14. Juni 2017, 09:36

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