Sozialhilfe neu mit Zuckerbrot und Peitsche

Sozialhilfe
© Getty Images (Symbolbild)

Kriterien für Bezug der Mindestsicherung verschärft, aber kaum Leistungskürzungen.

Die lange verhandelte Reform der Wiener Mindestsicherung bringt für die Betroffenen Zuckerbrot und Peitsche: Es gibt kaum Leistungskürzungen wie in Ober- und Niederösterreich.

Künftig wird aber etwa die Bereitschaft, eine Beschäftigung oder ein Kursangebot anzunehmen, ein Kriterium für den Bezug generell und die Höhe des Bezugs. Auch wenn Eltern bereits Sozialhilfe beziehen, gibt es für junge Bezieher weniger, wenn diese im Haushalt der Eltern leben.

Armut bekämpfen. Jedenfalls sei es kein Spar-, sondern ein Aktivierungspaket, um Bezieher von Mindestsicherung so rasch wie möglich in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren - wie ÖSTERREICH schon vorab berichtet hatte. "Nicht die Armen, sondern die Armut wollen wir bekämpfen", beteuerte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), der das neue Modell gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne), Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und der grünen Sozialsprecherin Birgit Hebein präsentierte.

Wer wie viel bekommt. Wien will jedenfalls ab sofort für mehr Transparenz sorgen und legt jetzt schon die Höchstbezüge offen:

Alleinstehende oder Alleinerzieher: € 837,76.
Paare: € 628,32 pro Person oder insgesamt €1.256,64/pro Kind): € 226,20.
Vermögen wird verkauft. Für alle gilt: Bis auf 4.188,79 € muss vor der Auszahlung der Mindestsicherung das gesamte Vermögen aufgebraucht werden.

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erstellt am 21. Juni 2017, 08:06

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