SPÖ hält auch nach Landtagswahl an U-Bahn-Ausbau fest

Razborcan
© SPÖ NÖ

Seit 20 Jahren sei das Thema U-Bahn-Verlängerung im Gespräch.

Als „Wahlgag“ wurde der Ausbau der Wiener U-Bahn nach Niederösterreich schon von vielen Seiten bezeichnet. „Wenn Landeshauptfrau Mikl-Leitner wirklich glaubt, dass man der ÖVP diesen mehr als zwanzig Jahre alten ‚Wahlkampfschmäh‘ noch abnimmt, enttäuscht sie mich schon sehr“, sagte Helga Krismer (Grüne). Auch viele Bürger befürchten, dass das Thema nach der Landtagswahl, die am 28. Jänner stattfinden wird, wieder vom Tisch ist. SPÖ-Verkehrssprecher Gerhard Razborcan pocht nun darauf, an dem Thema dranbleiben zu wollen. Es werde sich nach der Landtagswahl zeigen, ob die Verantwortlichen aus ihrem verkehrspolitischen Dämmerschlaf erwachen und die gegebenen Versprechen einlösen.

Pläne
„Es braucht eine rasche Gesprächsaufnahme mit dem Finanzminister und der Gemeinde Wien“, sagt Razborcan. Er kritisiert weiters, dass Niederösterreich jenes Bundesland sei, dass am wenigsten für den öffentlichen Verkehr ausgebe.

Expertengruppe
Anders sieht das die ÖVP. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) kündigte, wie berichtet, Anfang September an, den Ausbau prüfen zu wollen. Nun will sie eine Arbeitsgruppe einrichten, die Konzepte ausarbeiten soll. „Mir geht es darum, wie wir die Situation für die Pendler weiter verbessern können“, sagt Mikl-Leitner zu ÖSTERREICH. „Ich habe dem zuständigen Landesrat Karl Wilfing den Auftrag erteilt, dazu die Gespräche mit Bürgermeistern der Region und auch mit Experten aufzunehmen“, sagt die Landeschefin. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe sollen bereits im Herbst 2018 vorliegen.

erstellt am 24. Oktober 2017, 08:29

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