Nagl im Schlagabtausch mit IOC-Kritiker

Siegfried Nagl
© TZOe Lisi Niesner

Volle ÖVP-Parteizentrale am Karmeliterplatz bei der Olympia-Diskussion.

Landesgeschäftsführer begrüßte Stadtchef Siegfried Nagl sowie den Schriftsteller und IOC- wie Olympia-Kritiker Klaus Zeyringer (Olympische Spiele. Eine Kulturgeschichte). Nagl motivierte das Publikum gleich für die steirische Bewerbung: „Ich glaube, es ist einmal ganz, ganz wichtig, dass Österreich auch im nächsten Jahrzehnt den Mut beweist, sich weltweit einzumischen, vielleicht auch die Olympischen Spiele wieder zu verändern.“

Zeyringer konterte und warnte vor den diktatorischen Machenschaften des IOC: „Alle Gastgeberstädte in den letzten 50 Jahren sind mit einem Defizit ausgestiegen.“ Nagl: „Wir werden uns nicht für ein Debakel bewerben.

Kommerz
Nagl („Ich weiß, ich bin zu euphorisch“) schwärmte von überregionalen Winterspielen mit Herz und frei von Gigantomanie. Zeyringer („Ich habe alle Protokolle des IOC seit 1894 gelesen“) wünschte ihm viel Glück und zitierte aus dem Sündenregister aus der IOC-Vergangenheit samt Korruption, Umweltsünden und Kommerz: „Sie dürfen mir glauben, Olympia wird nicht für den Sport gemacht. Der Kommerz zählt.“

Pro Olympia
Eine spontane Publikumsbefragung ergab, dass sich der Großteil für eine Bewerbung ausspricht. Mehr als zwei Drittel sehen darin eine Chance für die Steiermark, auf der Weltbühne wieder eine Rolle zu spielen.

erstellt am 01. März 2018, 08:50

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