Neuer Hypo-Prozess: Angeklagte fühlen sich "nicht schuldig"

Unbenannt-2.jpg
© APA/Fotomontage

Der Prozess am Klagenfurter Landesgericht wurde auf morgen vertagt

Am Landesgericht hat am Dienstag ein neuer Hypo-Prozess begonnen. In dem Schöffenverfahren unter Vorsitz von Richterin Lisa Kuschinsky geht es um die Immobilienprojekte „Hilltop“ und „Blok 67“ in Kroatien und Serbien, bei dem laut Anklage Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden ist. Fünf der sechs Angeklagten bekannten sich „nicht schuldig“, der sechste war krankheitshalber nicht erschienen.

Millionen
Angeklagt sind die beiden Ex-Vorstände Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger, der Steuerberater Hermann Gabriel sowie drei kroatische Geschäftsleute, die von den Deals profitiert haben sollen. Für alle gilt die Unschuldsvermutung. Beim Projekt „Hilltop“ hatte die Hypo Consultant Liechtenstein im Jahr 2003 die „Hilltop Holding“ – laut Anklage um mehr als 37 Millionen Euro gekauft. Asset der Gesellschaft war ein 1,4 Millionen Quadratmeter großes Grundstück auf der kroatischen Insel Pag. Die Umwidmung erfolgte erst drei Jahre später, realisiert wurden die Pläne nie. Beim zweiten Projekt, „Blok 67“, ein Komplex von Wohnblocks in Belgrad, bei dem es stets Gerüchte um Geldwäsche gab, soll laut Staatsanwalt Andreas Höbl ein Schaden von mindestens neun Mio. Euro entstanden sein. Die Hypo gab einen Kredit von drei Mio. Euro, dazu übernahm sie Garantien in der Höhe von 54 Mio. Euro.

Vertagt

Der Prozess wurde auf Donnerstag vertagt, da soll Kulterer vernommen werden. Eine Woche später ist dann Striedinger an der Reihe. Mit einem Urteil ist frühestens im Jänner zu rechnen.

erstellt am 04. Oktober 2017, 10:28

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.