Nagl startet in seine 4. Amtszeit

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© APA

LH Hermann Schützenhöfer gelobte Nagl gestern zum neuen Bürgermeister an.

Neues Design im Rathaus: Zur ersten Sitzung kamen die ÖVP-und FPÖ-Gemeinderäte mit Flieder am Revers, dies sei auch die Farbe der blauschwarzen "Agenda 22".

Akustisch konnte man die Vergangenheit freilich nicht ganz ausblenden, durch die hohen neugotischen Fenster drangen Trommeln, Trillerpfeifen und Protest von der Plattform Rettet die Mur! und Gegnern der Zusammenarbeit von ÖVP und FPÖ. Schon in den Nachtstunden hatten Unbekannte Parolen auf dem Asphalt vor dem Rathaus hinterlassen, die aber längst beseitigt worden waren.

"Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin", sagte Nagl eingangs in Richtung der Mandatare, darunter als neue Olympiasiegerin Marion Kreiner und Szenewirt Michael Schunko (beide ÖVP). Während die FPÖ kaum verhehlen wollte, wie sehr das Programm ihre Handschrift trägt, überraschte KPÖ-Chefin Elke Kahr nicht, als sie die Wahl Nagls ablehnte - anders SPÖ-Chef Michael Ehmann, der trotz Oppositionsrolle die roten Stimmen für Nagl ankündigte. Grüne und Neos konnten sich für den Langzeitstadtchef nicht erwärmen.

Um 15.20 Uhr wurde Nagl von 32 der 48 Mandatare gewählt - es ist seine vierte Amtszeit als Stadtchef und seine fünfte als Regierungsmitglied. "Wir machen Politik nicht für uns, sondern für die Menschen in Graz", gab er in seiner Regierungserklärung als Devise aus.

Bei der Wahl des Vizebürgermeisters wurde eine Vertagung auf Mittwochabend erwartet.
 

erstellt am 05. April 2017, 08:02

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