Nagl: "Das ist die Koalition der Sieger"

Nagl Eustacchio
© APA/ERWIN SCHERIAU

Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) über die Partnerwahl und die Agenda 22.

ÖSTERREICH: Herr Bürgermeister, das ist jetzt nach SPÖ, Grünen und KPÖ ein neuer Partner, mit dem Sie und die ÖVP koalieren – wenn es dem Machterhalt dient, könnte man sagen?

Siegfried Nagl: Es liegt in der Natur der Politik, dass es im Laufe einiger Jahre verschiedene Partner gibt. Wir haben uns mit der FPÖ auf eine gute Zusammenarbeit und so etwas wie Verlässlichkeit geeinigt. Das ist eine Koalition der Parteien, die am 5. Februar gewonnen haben. Allen Kritikern sage ich: Bitte, bewerten Sie uns am Ende der Periode.

ÖSTERREICH: Die FPÖ hat Ihnen schon einmal einen Pakt aufgekündigt, und das nach nur einem Jahr. Was macht Sie zuversichtlich, dass sich das nicht wiederholt?

Nagl: Vor wenigen Minuten haben wir den Pakt unterschrieben, es gibt keinen Sideletter, sein Inhalt gilt. Außerdem haben wir einen Mechanismus, den Agendaausschuss, etabliert, in dem ÖVP und FPÖ versuchen werden, zu einer Lösung zu kommen.

ÖSTERREICH: Und wenn nicht, wie etwa in Fragen der Zuwanderung?

Nagl: Es ist klar, dass es Bereiche mit unterschiedlichen Ansichten gibt, aber wir haben uns um keinen heiklen Punkt herumgeschummelt. Die FPÖ wird das Gesamtbudget mittragen. Sollte es im Integrationsbereich keine Einigung geben, steht es der ÖVP frei, andere Partner im Gemeinderat zu suchen.

ÖSTERREICH: Sie haben eine 42 Seiten umfassende Agenda für Graz vorgelegt: Wo setzen Sie Schwerpunkte, denn in dem Programm ist so gut wie alles enthalten?

Nagl: Graz ist eine Stadt, die wächst. Wir haben schon 321.000 Menschen, die in der Stadt leben. Wir werden Graz weiter für sein Wachstum entwickeln und vor allem den Jobmotor anwerfen.

erstellt am 30. März 2017, 11:51

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