Moslem-Sager nur "Ablenkung von Skandalen"

Mikl-Leitner
© TZOe Stoegmueller

Volkspartei will sich durch Entgleisungen nicht von der Arbeit abhalten lassen.

Einen „offiziellen Auftrag zur Islamisierung unserer Kleinsten“ ortete Udo Landbauer (FPÖ), wie berichtet, im Bildungsplan für NÖ-Kindergärten und sorgte damit am Wochenende für Aufsehen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sei eine „Moslem-Mama“, die ÖVP verbanne so „heimische Traditionen und Bräuche“.

No-Go
Was den blauen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl so auf die Palme brachte: Im Bildungsplan ist verankert, dass Kinder Feste und Feiertage aus verschiedenen Kulturen feiern und Lieder in anderen Sprachen hören – ein absolutes No-Go für die Freiheitlichen. Die ÖVP will sich aber von den „Entgleisungen“ Landbauers nicht „von der Arbeit abhalten lassen“, diese seien zudem ohnehin nur Versuche, von den „Skandalen“ abzulenken. Landesgeschäftsführer und Spitzenkandidat Bernhard Ebner zu ÖSTERREICH: „Inhaltlich liegen sie so oder so falsch, sowohl in Kindergärten als auch in Schulen geht es darum, die Deutschkenntnisse zu verbessern.“

Kritik der Roten
Landbauers Diktion „richte sich von selbst“, hielt SPÖ-Landesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller fest: „Sie widerspricht den Grund­regeln zwischenmensch­lichen Umgangs miteinander.“

erstellt am 21. November 2017, 09:48

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