Krankenhaus Nord wird zum Milliardengrab

Sandra Frauenberger
© APA/HELMUT FOHRINGER

Ein neuer Rechnungshof-Rohbericht sorgt für Wirbel – die Kosten explodieren.

Wann das Krankenhaus Nord eröffnet wird, ist völlig offen. Klar ist: Es wird um Hunderte Millionen Euro teurer und wird nach heutigem Stand fast 1,4 Milliarden Euro kosten. Für die Rathaus-Opposition ein Skandal.

Kritik
Man müsse jetzt auf den endgültigen Bericht warten, erklärte Vizebürgermeister Johann Gudenus auf oe24.TV, aber: „Die politische Verantwortung liegt bei der SPÖ und Sonja Wehsely.“ Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger, die das Amt erst im Jänner 2017 übernommen hatte, nahm er damit (vorerst) etwas aus der Schusslinie. Jedenfalls soll ein U-Ausschuss im Rathaus kommen. „Die Unterschriften haben wir“, versprach Gudenus weiter.

Skandal

Ähnlich äußerte sich Beate Meinl-Reisinger (Neos) gegenüber oe24.TV: „Es ist ein Skandal der Stadtregierung, wo jemand Verantwortung übernehmen muss.“ Man habe schon seit Langem vor den Problemen gewarnt. „Aber man hat immer nur zugegeben, was man grade zugeben musste“, so Meinl-Reisinger auf oe24.TV.

Aufklärung

Frauenberger erklärte, dass es bei ihrer Amtsübernahme klar gewesen sei, dass „sich der Bau verzögern und über den ursprünglichen Kosten liegen werde“. Deshalb habe sie immer Transparenz versichert. Die Empfehlungen des Rechnungshofs seien auch für die Zukunft „Handlungsvorgaben“. Auch gestand sie, dass es in der Vergangenheit „mehrere Fehlentscheidungen gegeben habe“.

erstellt am 22. November 2017, 08:06

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