Kleine Gemeinde zeigt großes Herz für Flüchtlinge

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© TZ Österreich

In dem Mostviertler Ort ist jeder Sechste ein Asylwerber. Probleme gibt es keine.

Bez. Scheibbs. Eine der kleinsten niederösterreichischen Gemeinden ist in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen ganz groß dabei: In Puchenstuben leben 317 Bewohner und rund 50 Asylwerber. Somit wird die Asylquote mehr als erfüllt.

Engagiert. Für Bürgermeister Christian Kogler (SPÖ) ist es selbstverständlich, zu helfen: „2004 waren wir die einzige Gemeinde in Österreich, die Flüchtlinge aus dem überfüllten Lager in Traiskirchen übernommen hat“‚ blickt er im Gespräch mit ÖSTERREICH zurück. Derzeit leben vorwiegend Syrer und Afghanen in einer ehemaligen Pension in Puchenstuben. Betrieben wird die Unterkunft von Herbert Eder und seiner Unternehmensberatungsfirma SLC-Europe, die in ganz NÖ insgesamt 60 Quartiere betreut – ÖSTERREICH berichtete.

Gut betreut. Und wie funktioniert das Zusammenleben von Bevölkerung und Flüchtlingen? „Da gibt es keine Probleme. Die Puchenstubener sind hilfsbereit und ich kenne niemanden, der laut dagegen aufschreit“, erzählt der Ortschef. Die Diakonie schickt regelmäßig Psychologen ins Quartier, außerdem kümmern sich besonders ein ehemaliger Gemeindearzt und eine engagierte Gemeinderätin um die Asylwerber. Auch Deutschkurse werden abgehalten. Warum so viel Engagement, Herr Kogler? „Es ist uns einfach ein Herzensanliegen.“ (kob, grp)

erstellt am 08. Juli 2015, 09:48

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