Keine Landesförderung für Lernverein

Arcobaleno
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Die FPÖ übt heftige Kritik an der Vorgehensweise im Verein „Arcobaleno“.

Zehn Nachhilfestunden kosten 100 Euro im Verein „Arcobaleno“. Nicht jedoch für Flüchtlinge: Sie bekommen die Unterrichtsstunden zum Sonderpreis von 30 Euro. Und das passt der FPÖ gar nicht. Landtagsklubchef Herwig Mahr will dem Verein nun die Landesförderung von 205.000 Euro streichen.

„So ein Verein verdient keine Förderung. Wo kommen wir da hin, dass Inländer im eigenen Land mehr für die Nachhilfe zahlen müssen“, ist FPÖ-Politiker Herwig Mahr auf die Verantwortlichen sauer. Der Nachhilfeverein warb in einem Flugblatt für die Gleichbehandlung und fällt mit unterschiedlichen Tarifen für die Lernunterstützung auf. Der Normaltarif für zehn Stunden Nachhilfe in Mathematik oder Englisch liegt bei 100 Euro.

Asylwerber zahlen dafür 30 Euro. Für die Betreuung bei Hausübungen kommen Asylwerber pro Semester mit 10 Euro aus. Bezieher der Mindestsicherung berappen das Dreifache, alle anderen müssen das Zehnfache hinblättern. Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) ist ebenso überrascht: „Ich kenne die genauen Gründe nicht und werde deshalb um Aufklärung bitten.“

erstellt am 20. März 2018, 09:30

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