Kärnten kämpft weiter um Glyphosat-Aus

Glyphosat
© APA/Werner Kerschbaummayr

Große Hürde sei laut Benger nach wie vor das EU-Recht, das über allem steht.

Die Landesregierung spricht sich weiterhin klar für ein Glyphosat-Verbot im südlichsten Bundesland Österreichs aus. Wie berichtet, wird ein temporäres Verwendungsverbot von drei Jahren angestrebt. Umgesetzt werden soll dieses mit einer Änderung des Pflanzenschutzgesetzes in der nächsten Sitzung des Kärntner Landtages.

Verbot
„Wenn wir es mit einem Initiativantrag im Kärntner Landtag versuchen, dann sehen wir gute Chancen. Ich habe mir auch das Rechtsgutachten geben lassen, dieses Verwendungsverbot zumindest einmal mit einer dreijährigen Beschränkung durchzubringen“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Die gewonnene Zeit von drei Jahren wolle man intensiv für die wissenschaftliche Erforschung der Auswirkungen von Glyphosat auf den Organismus und die Umwelt nutzen. Alle Zweifel über die kurz-, mittel- und langfristigen Folgen des Mittels müssten ausgeräumt werden.

EU-Recht
Agrarlandesrat Christian Benger (ÖVP) sagte: „Es ist notwendig, dass wir den Weg, Glyphosat nicht mehr einzusetzen, auf rechtliche Beine stellen, die große Hürde aber ist das EU-Recht, das über allem steht.“ Der Weg könnte über den Schutz der Menschen oder den Schutz des Bodens oder ­darüber führen, dass Glyphosat in Zukunft nur mehr in bestimmten Gebieten erlaubt werde.

erstellt am 07. Dezember 2017, 10:36

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