Jugendamt: Immer mehr Kindesabnahmen

Maria Stern
© TZOe Stoegmueller

Bei vielen Fällen zeichne sich das gleiche Muster ab, ortet die Liste Pilz.

Der Bericht von Eltern vergangene Woche, die sich zusammengetan haben und mit einem Anwalt gegen das Jugendamt im Bezirk Vöcklabruck vorgehen, schlug hohe Wellen. Immer mehr Betroffene trauen sich nun zu sprechen und wenden sich an die Politik.

„Uns wurden schon ganz viele Fälle aus ganz Österreich zugeschickt“, sagt Maria Stern von der Liste Pilz, die betroffene Eltern unterstützt und die Ungereimtheiten aufklären will. „Das sind seitenweise Akten, gerade sind wir dabei, ein System zu entwerfen, wie wir das evaluieren. Außerdem zeichnen wir eine Landkarte, um die Hotspots auszuarbeiten. Wir müssen die Mitarbeiter des Jugendamtes entlasten, die gute Arbeit leisten.“ Wichtig sei es, so Stern, dass endlich etwas in die Wege geleitet wird. „Wir arbeiten an einem Gesetzesentwurf. Und wir haben eine parlamentarische Anfrage gestellt, um an mehr Informationen zu kommen. Aber wir sind darauf angewiesen, dass sich die Eltern melden.“

Den Vorwurf vieler Eltern, durch die Abnahme und die Unterbringung im Heim würde Geld mit ihren Kindern gemacht werden, teilt Stern.

„Hier geht es pro Kind pro Monat um rund 5.000 Euro, die das Jugendamt bzw. die Heime bekommen. Dieses Geld muss aber sinnvoller eingesetzt werden, nämlich direkt in der Familienhilfe oder in der Prävention.“

erstellt am 20. März 2018, 09:26

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