Häupl-Kritiker: Kein Gegenkandidat in Sicht

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Inzwischen ist es fast fix: ­Michael Häupl wird einziger Kandidat für SP-Chefsessel.

Das Powerplay, das Michael Häupl aufgezogen hat, hat gewirkt: Mit einer Mischung aus Einschlä­ferungstaktik in der „Harmonie-Arbeitsgruppe“ und Drohungen – zuletzt durch SP-Manager Georg Niedermühlbichler: „Zieht euch warm an“ – hat er seine Kritiker mürbe gemacht.

Führungswechsel erst nach Nationalratswahl

Vor allem seine interne Ankündigung, ohnehin nach der Nationalratswahl über seine Nachfolge reden zu wollen, dürfte dazu geführt haben, dass die Achse der Großbezirke meint, dass man nun auf Herbst 2017 oder Frühling 2018 warten könne.

Angst vor Spaltung der SPÖ lähmt Kritiker

Und bei Zugeständnissen durch Häupl bei der Klausur am 23. März könne man auch eine offene Feldschlacht am Parteitag am 29. April mit verheerenden Auswirkungen auf die Wiener SPÖ bis hin zur Parteispaltung vermeiden, so ein Vertreter der Großbezirke zu ÖSTERREICH.

Fraglich ist allerdings, ob Häupl selbst nach der Nationalratswahl bei einem Personalwechsel mitspielt. Schließlich hat er angekündigt, dass er sich das Ergebnis der Wahl und vor allem der Koalitionsverhandlungen genau ansehen werde. Im Klartext: Kommt im Bund Schwarz-Blau, will Häupl als personifiziertes Bollwerk Wiens gegen die FPÖ im Amt bleiben – möglicherweise will er dann sogar 2020 nochmals antreten.

Streichkonzert? Doch diese Ankündigung des Bürgermeisters war höchst ­riskant: Denn sie könnte seine Kritiker am Parteitag zu „Streichungen aus dem Hinterhalt“ animieren, fürchten Häupl-Fans.

erstellt am 16. März 2017, 08:22

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