Häupl & Brauner: Schlussbilanz mit 6 Mrd. € Schulden

Häupl Brauner
© TZOe Artner

Opposition kündigt für heu­tigen Gemeinderat Abrechnung mit Schuldenberg an.

Für manche in der Wiener SPÖ häufen sich zuletzt die sentimentalen Momente, etwa bei Michael Häupls letztem Besuch auf einem Donauinselfest als amtierender Bürgermeister.

Heute ist theoretisch noch so ein Moment: Finanzstadt­rätin Renate Brauner legt den voraussichtlich letzten Rechnungsabschluss der Ära Häupl im Gemeinderat vor. Doch für Sentimen­talität wird da keine Zeit sein: Die Oppositionschefs von Johann Gudenus über Gernot Blümel bis Beate Meinl-Reisinger haben ei­ne „beinharte Abrechnung mit dem Sechs-Milliarden-Schuldenberg des Roten Wien“ angekündigt.

Schulden stiegen von 
5,4 auf 6 Milliarden Euro

Defizit.
Und Angriffs­flächen für plakative Attacken der Opposition bieten Häupl und Brauner mit diesem Rechnungsabschluss mehr als genug.

Plus 600 Millionen Euro. Sie setzten ganz im Stil von Bruno Kreisky das „Deficit spending“, das Schuldenmachen, als Antwort auf die Krisen am Arbeitsmarkt und durch die Flüchtlingsströme radikal fort. Von 2015 auf 2016 stieg so der Schuldenstand der Stadt Wien um 600 Millionen Euro auf mittlerweile stolze sechs Milliarden Euro an.

"Flüchtlingstrick" rettet Wien vor EU-Verfahren

Kunstgriff. Und nur die Anerkennung durch die EU, dass die 207 Millionen Euro Kosten für die Flüchtlinge nicht ins Defizit eingerechnet werden, rettet Wien vor einem EU-Verfahren wegen zu hoher Neuverschuldung.

Josef Galley

erstellt am 26. Juni 2017, 09:18

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