Häupl-Abgang: Logischer Erbe Ludwig zittert

Michael Häupl Michael Ludwig
© TZOe Artner

Nach der Nationalratswahl wird Häupl gehen -wer ihm folgt, ist weiter offen.

Mittwochabend herrschte im Lager von Stadtrat Michael Ludwig Erleichterung. Michael Häupl hatte im SPÖ-Vorstand das wiederholt, was er - wie ÖSTERREICH berichtete - eine Woche zuvor den Parteirebellen bei einer Aussprache versichert hatte.

Er werde "zeitnah" nach der Nationalratswahl zurücktreten. Damit schien alles klar: "Die Innenstadt-Bezirke werden keinen Kandidaten aufbauen können, der gegen Ludwig auf einem Parteitag eine Chance hat", so ein Vertrauter des Dauer-Kronprinzen aus Floridsdorf, der damit als nächster Bürgermeister praktisch fix schien.

Doch noch zittern. Es könne höchstens eine "Heckenschützen-Aktion" der City-Bezirke geben, die etwa Ludwig Ende April am Parteitag massiv streichen und ihn so zu verhindern versuchen könnten. Aber das werde man schon überstehen ...

Häupls Volte. Donnerstag eröffnete Häupl die Steirertage am Rathausplatz - und sah die Welt wieder etwas anders: "Es gibt Statuten, die Fristen vorsehen. Und nach der Wahl kann man über alles reden."

Es gebe jedenfalls keine roten Erbhöfe. Im Klartext: In Wien wird über die Nachfolgerfrage noch hart gestritten. Im Ludwig-Lager darf wieder gezittert werden, ob Häupl ihn doch verhindern will ... (gaj)
 

erstellt am 07. April 2017, 09:58

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