Graz "schenkt" in Reininghaus Millionen her

Graz Reininghaus
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Infrastrukturbeitrag soll für ­Investoren sinken. Die Stadt spricht von Entgegenkommen.

In einer vertraulichen Sitzung des Gemeinderats soll morgen ein recht großzügiger Schritt der Stadt Graz beschlossen werden: 2,7 Millionen Euro an Infrastrukturabgaben dürften Asset One und den anderen Bauunternehmen, die an der Umsetzung der Projekte auf den Reininghausgründen beteiligt sind, erlassen werden. Diese wären auch für die unterirdischen Bruttogeschoßflächen (30 Euro pro Quadratmeter) zu entrichten gewesen.

Verzögerungen

Wie Finanzstadtrat Günter Riegler (ÖVP) erklärt, seien zwei Gründe dafür ausschlaggebend gewesen: "Einerseits hat sich durch Anrainereinwände die Erteilung von Baugenehmigungen deutlich verzögert. Andererseits sollen die entstehenden Wohnungen für die Interessenten leistbar bleiben. Für die hohen Abgaben müssten im Endeffekt Mieter und Wohnungseigentümer aufkommen. Die Stadt möchte den Bauunter­nehmen so entgegenkommen", so Riegler.

Fragwürdig

Spekulationen, dass mit diesem "Zuckerl" in Millionenhöhe der Schallschutz rund um die historische Mälzerei, die im Planungsprozess untergegangen zu sein scheint, indirekt finanziert werde, wurden im Rathaus dementiert.

erstellt am 10. Mai 2017, 09:12

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