Graz-Budget im Eiltempo durchgeboxt

Nagl Eustacchio
© APA/ERWIN SCHERIAU

Diskussionen gab es im Vorfeld rund um den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs.

Im Herbst des Vorjahres führte das Scheitern bei der Budgeterstellung zu vorgezogenen Neuwahlen in Graz, rasch haben sich die Neo-Partner ÖVP und FPÖ auf einen Haushalt 2017/2018 geeinigt. Die Details dazu wollen Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), Vize Mario Eustacchio (FPÖ) und Neo-Finanzstadrat Günter Riegler (ÖVP) am Mittwoch bekannt geben.

Durchgesickert ist im Vorfeld nur, dass die Straßenbahnlinie 1 zweigleisig ausgebaut wird. Die Kosten betragen 2,3 Millionen Euro. Zu bezweifeln ist aber, ob in den öffentlichen Verkehr wirklich in großem Stil investiert wird. Während der Verhandlungen hatte Finanzstadtrat Riegler sogar angedeutet, dass ohne Hilfe des Landes und des Bundes der Rotstift da ganz massiv zum Einsatz kommen müsste. Dabei ging es vor allem um den Anschluss des neuen Reininghaus-Stadtteils an das Netz, aber auch die sogenannte Südwestlinie und die Entflechtung der Herrengasse, durch die sich alle Straßenbahnen quälen müssen.

Spannend wird sein, wie die schwarz-blauen Investitionsziele von jährlich 120 Millionen Euro verteilt sind - und wie sich das auf den Schuldendeckel von 1,3 Milliarden Euro auswirken wird.

erstellt am 14. Juni 2017, 08:32

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