Eklat: Stenzel crasht jüdische Feier

STenzel
© TZOE/Artner

Die FP-Stadträtin kracht bei einem Festakt mit dem IKG-Präsidenten zusammen. 

Alles 
war am Dienstag für eine fröhliche Feier angerichtet: Oberrabbiner Arie Folger, IKG-Präsident Oskar Deutsch, Bezirksvorsteherin Ursula Lichtenegger (Grüne) und viele mehr waren da. In der Taborstraße 5 sollte ein Schild mit dem Straßennamen auf Jiddisch aufgehängt werden, nachdem das Kunstprojekt im ersten Anlauf entfernt worden war. Auch an der Feier teilnehmen wollte die blaue Stadträtin Ursula Stenzel, die selbst jüdische Wurzeln hat.

Streit

Der Eklat folgte nach dem Festakt. IKG-­Präsident Deutsch meldete sich laut Stenzel „protokollarisch nicht vorgesehen“ zu Wort. „Er hat gesagt, im Prinzip sei jede Partei für die IKG wählbar, außer der FPÖ“, klagt Stenzel. Diese „undemokratische Äußerung“ wollte sie nicht unwidersprochen lassen – der große Krach folgte auf dem Fuß. „Einige haben gemeint, meine Eltern würden sich im Grab umdrehen, andere haben mir recht gegeben“, so die Stadträtin.

„Auch die FPÖ war, wie die anderen Parteien, gegen den Schildbürgerstreich der Demontage und für die Wieder­errichtung“, hält Stenzel fest. Es sei in keiner Weise ihre Absicht gewesen, etwas zu „crashen“, und das habe sie auch nicht getan. „Es gab keinen Streit“, hält sie außerdem fest. „Ich habe die Aussage aber als Zumutung empfunden.“ Die IKG selbst sieht sie in Sachen FPÖ gespalten.     

erstellt am 13. Oktober 2017, 07:17

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