Drei Gutachter vernichten die Buchmann-Diss

Buchmann
© APA/ERWIN SCHERIAU

Buchmann soll bei Dissertation nicht geschlampt, sondern verschleiert haben.

Morgen versammelt sich der steiermärkische Landtag. Auf der Tagesordnung: der Rücktritt von Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP), der als Folge seiner lang gezogenen Plagiats-Affäre, die ihn den Doktortitel kostete, nun schlussendlich die Konsequenzen zieht. Keinen Tag zu spät:

Dramatisch
Denn internationale Gutachter ­hätten Buchmann schwer belastet und zu Fall gebracht, heißt es im profil.

Die Wissenschaftler Claas Christian Germelmann, Gebhard Kirchgässner (er verstarb am 1. April) und Lothar Müller-Hagedorn – in ihren akademischen Kompetenzen unbestritten – waren sich einig, dass im Fall Buchmanns nicht von „Schlampigkeit“, sondern „Verschleierung“ die Rede sein müsse. Mit dem Rücktritt beweist er letztendlich Größe.

Wechsel
Einen Tauschhandel hat der Rücktritt auch noch ausgelöst. Hieß es zunächst, dass Buchmanns Ressorts Wirtschaft und Kultur beide an seine Nachfolgerin, die 37-jährige Juristin Barbara Eibinger-Miedl, so schloss sich der Kreis rund um Landesrat Christopher Drexler, der die Wissenschaft an seine neueste Kollegin abtritt und sich dafür wieder seiner Domäne, der Kunst, zuwendet.

erstellt am 24. April 2017, 09:57

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