Doppel-Pässe: Schon 18.500 Verdachtsfälle

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© APA

Vorprüfung von möglichen unerlaubten Doppelstaatsbürgerschaften abgeschlossen.

Die laufende Überprüfung möglicher illegaler österreichisch-türkischer Doppelstaatsbürgerschaften hat in Wien bis jetzt 18.500 potenzielle Verdachtsfälle ergeben.

„Die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut und wir nehmen jeden Verdachtsfall auf unerlaubte Doppelstaatsbürgerschaft sehr ernst“, sagte der zuständige Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Von den 18.500 Personen sei bei 3.500 aufgrund nicht eindeutiger Zuordnung offen, ob Wien zuständig ist. Zudem werde sich die Zahl noch reduzieren, da unter den Personen viele legale Doppelstaatsbürger seien.

Aufstockung
Seit Mai wurden der zuständigen MA 35 drei Listen mit rund 100.000 Datensätzen von möglichen türkischen Wahlberechtigten in Österreich übermittelt. Die Listen unbekannter Herkunft seien vom Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, der FPÖ, vom Innenministerium sowie von einer anonymen Quelle übermittelt worden.

„Mir ist wichtig, dass jeder Verdachtsfall gleichermaßen streng, genau und rechtmäßig geprüft wird“, so Czernohorszky. Die MA 35 wird angesichts des Mehraufwands mit spätestens Ende August weiter aufgestockt.

erstellt am 14. Juli 2017, 06:51

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