1. Blick auf Ludwigs Team

Michael Ludwig
© APA/GEORG HOCHMUTH

Mittlerweile ist klar: Zwei Drittel des SP-Stadtratspersonals werden ausgetauscht. 

„Ich gehe in aller Freundschaft mit Michael Ludwig. Aber 17 Jahre als Stadtrat sind genug“, sagt Andreas Mailath-Pokorny, der – wie ÖSTERREICH zuvor berichtete – am Donnerstag seinen Rückzug aus der Politik bekannt gab.

Neue Chancen
Eigentlich hätte der Routinier in Ludwigs Team Chancen gehabt. Aber durch Mailaths Rückzug eröffnen sich für die komplexe Suche nach einem Stadtratsteam neue Optionen, denn jetzt kann Ludwig in der Kultur einen Mann durch eine Frau ersetzen. Und tut sich damit leichter, möglichst drei von sechs Stadtratsposten mit Frauen zu besetzen.

Damit kristallisiert sich derzeit ein Team heraus, das sich freilich bis zur Präsentation am 14. Mai noch erheblich ändern könnte:

Finanzen: Brauner tritt sicher ab
Finanzstadträtin Renate Brauner tritt mit Sicherheit ab. Sie wird möglicherweise Präsidentin des Landtags. Als Nachfolger wird häufig der erfolgreiche Manager der Wien-Holding Peter Hanke genannt. Er würde sich kaum wehren können, wenn ihn Ludwig ernsthaft fragt, heißt es von Insidern. Ebenfalls im Rennen ist ÖGB-Mann Christian Meidlinger.

Top-Mediziner für kranke Spitäler
Nachdem Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger mehr oder weniger freiwillig das Handtuch warf, scheint jetzt – wie in fast allen Ressorts – eher eine Experten- als eine Politikerlösung angesagt: Damit hat Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres die besten Karten, wenn er letztlich Ja sagt. Pamela Rendi-Wagner hat nur noch Außenseiterchancen.

Eine Szene-Frau für die Kultur

Der Abgang von Andreas Mailath-Pokorny ermöglicht Ludwig, im Kulturressort eine Frau aus dem Kulturbetrieb und nicht aus der Politik zu installieren. Der Name ist noch völlig offen. Ernst Woller, bis zuletzt noch Top-Favorit, hat derzeit offenbar nur dann eine Chance, wenn eine Frau ­Finanzen oder Gesundheit übernimmt.

Kathrin Gaal erbt Ludwigs Wohnbau
Das vierte offene Ressort ist Ludwigs Wohnbau: Hier gilt die Favoritnerin Kathrin Gaal als absolut chancenreichste Kandidatin.

Sima hat immer bessere Karten
Gut möglich, dass Umweltstadträtin Ulli Sima bleibt, ob aber die wichtigen Stadtwerke aus ihrem Ressort abwandern, ist unklar.

Czernohorszky wird wohl bleiben
Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky wird zwar nicht heiß geliebt, hat aber wenig Fehler gemacht. Er sollte bleiben.

Josef Galley

erstellt am 13. April 2018, 07:24

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