So sieht die Glücksspielsituation in Österreich aus

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Besonders die Regelungen des Glücksspiels sorgen hier in Österreich immer wieder für Aufmerksamkeit. Immer mehr entwickelt sich die Situation dabei zu einem Kräftemessen zwischen der Branche und der Politik, deren Interessen sich in vielen Punkten gegenüberstehen und scheinbar nicht zu vereinbar sind. Doch wie ist die Situation bezüglich des Glücksspiels genau geregelt und wie beeinflusst dies diesen wichtigen Wirtschaftssektor?

Die Macht der Lizenzen

Lange wurde in Wien diskutiert, bevor man sich dann doch zum Verbot des sogenannten kleinen Glücksspiels durchringen konnte. Gemeint sind damit die vielen Automaten gemeint, die es eine Zeit lang an jeder Ecke zu finden gab. Viele Bürger fragen sich seither, ob es wirklich eine Angelegenheit des Staates ist, diese Dinge zu regeln. Tatsächlich beginnen bereits an diesem Punkt die Unklarheiten. Denn sowohl der Staat, als auch die einzelnen Bundesländer sind eigentlich dazu berechtigt, eine Lizenz für das Glücksspiel auszustellen. Besonders aufgrund der zahlreichen Unterschiede in der Handhabung kam es daher zu einigen Problemen und Unstimmigkeiten, die in zahlreichen Zweifeln mündeten. In Wien, Salzburg, Tirol und Vorarlberg wurde das kleine Glücksspiel auf Landesebene bereits vor einiger Zeit verboten, weshalb sich nun auch der Staat dazu entschlossen hat, in diesen Regionen keine eigenen Lizenzen mehr an private Unternehmen zu begeben, die im Bereich der Spielautomaten auf den Markt drängen wollen.

Neue Spielautomaten für Österreich

Eine weitere wichtige Rolle in der Situation kommt dem Casino Austria zu. Hierbei handelt es sich um die Gesellschaft, welche die Rechte über die staatliche Lizenz für das Glücksspiel hat und mehr als 600 Automaten in Österreich betreibt. Bisher hält sich die Ausnutzung der Lizenz also in Grenzen. So wurde zum Beispiel in Wien in Bezug durch eine Vereinbarung mit der Stadt gänzlich darauf verzichtet, einen Automaten aufzustellen. Ansonsten wäre dies aufgrund der staatlichen Lizenz, über welche die Casinos Austria verfügen, auf einer legalen Basis möglich gewesen. Auf dieser Grundlage wird Casino Austria natürlich auch für andere Anbieter zu einem höchst interessanten Objekt, um sich selbst daran zu beteiligen. Mit dabei sind einige Casinos Online, die in Österreich aufgrund des Verbots der normalen Spielautomaten ebenfalls an Beliebtheit gewinnen. Um den Überblick über den Markt zu behalten, leisten Anbieter wie onlinecasino24.at eine wichtige Hilfe, deren Bedeutung nicht von der Hand zu weisen ist. Dort können Österreicher erkennen, welches Online Casino welche Qualitäten mit sich bringt.

Wird die Lizenz missbraucht?

Einer der heißen Kandidaten, die sich bei den Casinos Austria klar in den Vordergrund gestellt haben, ist Novomatic. Hier handelt es sich um einen großen Entwickler von Spielautomaten, der inzwischen in sehr vielen unterschiedlichen Themenfeldern aktiv ist und einen breiten Stamm an Kunden anspricht. Ein Einstieg beim einzigen Halter einer staatlichen Lizenz würde zugleich bedeuten, dass diese vielleicht noch stärker ausgenutzt werden würde. Zu den bisherigen 600 Automaten könnten sich so trotz des Verbots noch einige hinzugesellen, da der Markt dafür auf jeden Fall vorhanden ist. Für die Unternehmen selbst wäre dies eine sehr hilfreiche Situation, denn sie könnten noch mehr Kunden in Österreich ansprechen und zugleich das Verbot des kleinen Glücksspiels überwinden.

Ein möglicher Einstieg und seine Auswirkungen

Genau dies ist eine der Sorgen, die manche Politiker seit jeher plagt. Sollte sich der Einstieg von Novomatic bewahrheiten, würde dies noch keinen Verstoß gegen die Auflagen bedeuten. Auf der einen Seite gibt es Politiker wie der SPÖ-Klubobmann Rudolf Schicker, welche nach wie vor darauf hoffen, dass sich der Einstieg erübrigt und keine neuen Automaten über die staatliche Lizenz aufgestellt werden. Andere Verantwortliche, wie der Grüne Klub-Chef David Ellensohn, sind da weniger optimistisch. Er selbst möchte sich nicht auf die früheren Versprechen der Firma verlassen und fordert somit eine Reaktion der Politik. Damit soll nun über den Nationalrat sichergestellt werden, ob die staatliche Lizenz an die Casinos Austria nicht noch im Nachhinein entzogen werden kann. So würde die Gefahr des Missbrauchs von Beginn an verhindert werden.

Mögliche neue Ansätze

Angesichts dieser Debatten zeigt sich deutlich, wie angespannt die aktuelle Situation doch ist. Wenn sich die Casinos Austria tatsächlich dazu entschließen, weitere Anbieter mit zu sich ins Boot zu holen, könnte sich der Nationalrat durchaus dazu gezwungen sehen, die Lizenz nachträglich zu entziehen. Auf der anderen Seite würde dies der Öffentlichkeit das Bild eines Staates präsentieren, der sich nicht an seinen eigenen Maßstäben orientiert, sondern neue Wege geht. Damit solche Probleme in Zukunft erst gar nicht mehr aufkommen, wäre es wichtig, eine noch deutliche Verordnung zum Glücksspiel zu schaffen, die sich in einheitlicher Form über ganz Österreich zieht.

erstellt am 29. Juli 2016, 07:00

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