Großer Triumph 
für Lohner

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© APA

Ein Fest für zwei große Schauspieler: Lohner und Trissenaar in der Josefstadt.

Helmuth Lohner ist nach schwerer Krankheit an die Josefstadt zurückgekehrt, und die Premiere von Heiner Müllers endzeitlichem Sprachkunstwerk Quartett wurde zum Triumph für den großen Schauspieler. Das Zweipersonenstück basiert auf dem Briefroman Gefährliche Liebschaften von Choderlos de Laclos und schildert ein intrigantes, alt gewordenes Liebespaar, das in Rollenspielen einen Machtkampf ausficht, in dem Sexualität und Sprache die Waffen sind.

Die Regie stammt vom deutschen Regieberserker Hans Neuenfels, der sich ganz auf die Arbeit mit zwei großen Schauspielern konzentriert hat. Auf der schwarzen Bühne spielen Elisabeth Trissenaar und Helmuth Lohner die verkommene Marquise Merteuil und ihren Ex-Geliebten Vicomte Valmont, die zwei imaginierte Frauen vernichten. Herrlich komisch, wenn Lohner – mit langen, weißen Haaren und verkniffenem Mund – als Tourvel im Kleid mit Fistelstimme und Halsketten spielt oder Céciles Nonnenhaube verführt. – Bravos.

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erstellt am 07. Februar 2014, 21:26

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