Wiener Fiaker werden kein Weltkulturerbe

Fiaker
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Ein Rückschlag für die Fiaker. Über die Gründe herrscht Uneinigkeit.     

Die Wiener Fiaker werden zumindest vorerst kein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ sieht den Grund bei sich und einer Petition. Die UNESCO-Sprecherin Eva Trötzmüller verweist auf Anfrage hingegen auf die Experten in der Kommission.

Anzeigen

Für Fiaker-Legende Wolfgang Fasching ist vor allem eine „Anzeigenflut“ für die Ablehnung verantwortlich. „Allein zwanzig sind draußen wegen Fahrens ohne Hut – kostet je 365 Euro“, klagt der Unternehmer gegenüber ÖSTERREICH. Die Begründung der UNESCO sei, dass die Fiaker sich nicht an Gesetze halten würden und keine Einheit seien. „Die Anzeigen kamen, als wir eingereicht haben“, vermutet er eine koordinierte Aktion.

Zukunft

„Mit den Vier Pfoten hat das gar nichts zu tun“, so Fasching. „Es gibt in Oberösterreich einen Vogelfängerverein, der ist auch Weltkultur­erbe“, sieht er keine Tierschutzgründe. Heute soll eine Fiaker-Sprecher-Wahl stattfinden – die Einigkeit wäre da. „Ich kämpfe nach wie vor“, verspricht Fasching und erklärt: „Das ist wie bei einer Gemeindewohnung: Da gibt’s auch zuerst einmal drei Absagen, bevor man auf die Liste kommt.“(fip)     

erstellt am 07. November 2017, 07:55

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