Wien verliert immer mehr Würstelstände

Würstelstand Oper
© APA/HELMUT FOHRINGER

Von insgesamt 790 Würstelständen im Jahr 2010 gibt es nur noch 274.

Wiens Würstelstände werden langsam aber ­sicher immer weniger. Derzeit gibt es noch knapp 274, 2010 waren es noch 790. Grund dafür seien vor allem die boomenden Essenslieferdienste wie Mjam, Lieferservice.at und Co.

Auch ein anderer Umstand spielt hier eine Rolle: Immer mehr Anbieter wechseln in eine Gewerbeform, die mit weniger Auflagen verbunden ist. So gibt es dann eben auch auf dem Papier weniger Würstelstände.

Konkurrenz
Laut dem aktuellen „Branchenradar“ gibt es vor allem zwei Gründe für den Umsatzrückgang. Als Hauptgrund für die Betriebsschließungen wird von Branchenvertretern die Einführung der Registrierkassenpflicht angeführt und eben die stark wachsenden Essenslieferdienste, die den Schnell­imbissen Umsatz wegnehmen. Laut dem Bericht schnellte der Umsatz im Jahr 2016 mit der Zustellung und Abholung von fertigen Speisen in der Gastronomie um fast fünfzig Prozent zum Jahr davor nach oben.

Angebot
Willy Turecek, stellvertretender Fachgruppenobmann der Wiener Wirtschaftskammer, glaubt jedoch nicht daran, dass Lieferdienste den Würstelständen Konkurrenz machen, da diese ein anderes Klientel ansprechen. Laut Turecek müssen Würstelstände aber über kurz oder lang ihr Angebot breiter gestalten und sich wandeln, um mit Ständen, die Kebab, Asia-Nudeln und Pizza anbieten, mithalten zu können.

erstellt am 14. Juli 2017, 07:06

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