U6: Polizei sagt Dealer-Szene den Kampf an

Polizei
© Niesner

Heuer wurden 227 Kilo Cannabis sichergestellt. Die Dealer gingen meist frei.

Der Aufschrei von Polizeipräsident Gerald Pürstl hat gewirkt: Zu Jahresbeginn hatte er heftig kritisiert, dass das Suchtmittelgesetz die Beweislast für die Polizei so schwierig mache, dass kaum ein verhafteter Dealer am Ende angeklagt werden kann.

Verschärfung
Die Folge: Kaum war an den Hotspots der Drogenkriminalität Praterstern und Gürtel eine Razzia erfolgreich – immerhin wurden heuer schon 227 Kilogramm Cannabis beschlagnahmt –, gingen die Dealer wieder frei und ihren schmutzigen Geschäften nach.

Außer Kontrolle

Die Szene geriet völlig außer Kontrolle – Hunderte meist schwarzafrikanische Dealer übernahmen die Kon­trolle an den U6-Stationen und am Praterstern.

Erst das neue Suchtmittelgesetz, das ab Mittwoch gilt, wird es der Polizei ermöglichen, die Dealer, die sie verhaftet, auch wirklich vor den Richter zu bringen, weil die „Gewerbsmäßigkeit“ leichter nachzuweisen sein wird und damit saftige Haftstrafen von zwei Jahren für Drogenhandel im öffentlichen Raum drohen.

Zwar wird bald die Justiz ein Problem mit überfüllten Gefängnissen haben, aber die Wiener können ein wenig aufatmen. Die Polizei kann endlich durchgreifen.

erstellt am 30. Mai 2016, 08:06

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