Tote Kühe sind jetzt Fall für's Gericht

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© KK/privat

Amtstierarzt erstattete Anzeige. Landesrat Holub spricht von Vertuschung.

Im Stall ­eines Bauernhofes in Hüttenberg sind vor einigen ­Tagen, wie berichtet, nach einer anonymen Anzeige drei tote Rinder aufgefunden worden. Nun hat der Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft St. Veit, Josef Leitner, klargestellt, dass die Causa ein Fall für die Justiz ist und Anzeige erstattet. „Das Ausmaß des Geschehens ist strafrechtlich relevant.“ Die Tiere waren, so Leitner, „massiv vernachlässigt“.

Die Tiere waren laut ­Augenzeugen extrem abgemagert, trotzdem wollte Landesveterinär Holger Remer, der die Sache am Wochenende untersucht hatte, andere Todesursachen wie Stromschlag nicht ausschließen. Der Landwirt lebt nicht auf dem gepachteten Hof, er hat noch einen zweiten Betrieb, auf dem Tiere eingestellt sind.

Aufklärung
Der Verein gegen Tierfabriken wirft dem Landesveterinär Vertuschung vor. Auch Grünen-LR Rolf Holub sieht Versuche, den Fall unter den Teppich zu kehren und fordert die Abberufung des Landesveterinärs. „Der von Landesrat Benger resolut bekundete Aufklärungswille darf angezweifelt werden. Schließlich handelt es sich bei dem der Tierquälerei beschuldigten Landwirt um den Ehemann einer engen Büromitarbeiterin Bengers.“

erstellt am 01. März 2018, 08:57

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