Todeskeime: KAGes reagiert auf Vorwürfe

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© Gubisch

Das LKH Graz gibt an, alle Hygienemaßnahmen eingehalten zu haben.

Ljuban Bosancic ließ sich wegen seiner Herzklappeninsuffizienz im LKH Graz operieren. Doch er fing sich einen gegen Antibiotika resistenten Super-Keim ein - der Grund dafür - so der Vorwurf -mangelnde Hygiene. Nun klagt er auf insgesamt 54.000 Euro und eine Haftungsbekenntnis für alle Folgeschäden.

Prävention folgt Vorzeigemodellen


Pflichtbewusst. Dass im LKH Graz alle Hygienevorschriften eingehalten würden, beteuert die Krankenanlagengesellschaft (KAG): "Die Maßnahmen erfolgen gemäß eines Risiko-beziehungsweise Best-Practicebasierten Ansatzes sowie den Vorgaben des Krankenanstaltengesetzes", so Unternehmenssprecher Johannes Hödl.

Meldung. Wenn es um die Meldung von Fällen geht, dann orientiere man sich an Vorgaben des Centers for Disease Control sowie des Nationalen Referenzzentrums in Berlin: "Im Detail sind an 18 von 23 Standorten Intensivstationen vorhanden, hier ist bereits an 15 davon das Intensivmodul aktiv, und es erfolgt eine Überwachung von Atemwegsinfekten, Harnwegsinfekten und Septikämien", so Hödl. Die Mitarbeiter würden ständig fortgebildet.

Kritik. Eine gesonderte Isolierstation hingegen gebe es nicht, wie Bosancics Anwältin Karin Prutsch kritisiert. Er hätte drei Tage lang auf ein Zimmer warten müssen.
 

erstellt am 15. März 2017, 08:07

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